Wir sind für Euch da!

Guten Tag, hier schreiben die Sozis. Da sich in dieser Corona-Zeit so viel verändert, ist auch der Schulalltag nicht mehr derselbe, wie noch im Januar. Von heute auf morgen wurden wir quasi alle nach Hause verfrachtet – und da kann man*frau*mensch sich genauso schnell alleine fühlen. Deshalb wollen wir Euch sagen: Wir sind (immer noch) für Euch da!  Und damit ihr uns Sozis auch von zuhause aus erreichen könnt – und Euch an uns erinnert – stellen wir uns hier nochmal mitsamt Foto vor. Meldet Euch gerne! 

Sozi: Fine

Ich bin Fine, 29 Jahre alt. Seit 2016 bin ich für euch an der Schwitters.  Auch in diesen schwierigen Zeiten kann ich für euch da sein. Ruft gern bei mir an oder schreibt mir per Whatsapp. Montag bis Freitag erreicht ihr mich unter: Da ich ein kleines Kind habe, rufe ich euch dann sobald wie möglich zurück: O1776236546

 

Sozi: D

Olá crianças! 😛 Algumas pessoas estão sofrendo com o isolamento, outras achando ótimo. Não há certo, nem errado. Mas às vezes precisamos de alguém para conversar, dar um alô e tentar fazer sentido da realidade atual. Então aqui estou para lembrar que eu estou disponível no meu novo número de trabalho 015734872907 (Whatsapp, inclusive!), e no Microsoft Teams (por ex. para vídeo-chats, que devem ser marcados antes). Fico feliz de poder entrar em contato com vocês!

Hallo-chen! Manche leiden unter der physischen Isolation, manch andere finden sie herrlich. Es gibt weder richtig noch falsch. Aber manchmal brauchen wir tatsächlich jemanden mit dem wir reden können, entweder, um ein kurzes Hallo zu sagen oder auch, um zu versuchen, der Situation einen Sinn zu geben. Deswegen will euch zu sagen, dass ich ab jetzt an meinem neuen Diensthandy 015734872907 zur Verfügung bin (auch per Whatsapp!), und auf Microsoft Teams (z.B. für Video-Chats, die bitte vorher vereinbart werden sollen). Ich freue mich auf euch!

Sozi: Claudia

Ich, Claudia, bin für die jungen Menschen im 7. Jahrgang da. Mein Motto zur Zeit: Nicht Milch und nicht Quark – Solidarität macht uns stark! Ihr könnt mich unter 0177-7828 719 kontaktieren.

 

Sozi: Kurt

Hey Ihr Lieben, auch wenn wir uns gerade nicht live sehen können, in Gedanken bin ich immer bei Euch. Die Welt steht Kopf und wir sind mitten drin. Habt ihr Sorgen, Nöte, Fragen oder einfach Bock mal ein wenig zu plaudern? Dann meldet Euch gerne bei mir! Zu erreichen bin ich Werktags von 9-17Uhr via Phone oder Whatsapp über 0177/6236546 und wir machen nen Termin für ne Online Beratung. Bleibt tapfer, wild und solidarisch!

Sozi: Katharina

Ich bin Katharina, zuständige Sozialpädagogin für den Jahrgang 8. Nach einer längeren Pause steige ich gerade wieder in die Arbeit ein und werde zeitnah wieder mit voller Kraft für euch da sein!

 

Sozi: Martin

Rrrrrrrr! Dieses Corona-Ding nervt manchmal so richtig, oder? Am Anfang war es noch ganz cool, so „keine Schule“ zu haben. Aber irgendwann… gähn. Wer hätte gedacht, dass wir uns so schnell den ganz normalen Schulalltag zurückwünschen (haha!)? Und manche finden diese Zeit su-per-toll. Auch das gibts. Wer bin ich? Ich bin Martin – der Typ mit den roten Haaren und mit D zuständiger Sozi für den neunten Jahrgang. Wenn es Euch manchmal so geht, wie ich hier beschrieben habe, Ihr ein offenes Ohr oder einfach nur jemanden zum Volltexten braucht: Meldet Euch. Schickt mir ne Whatsapp (015734873412), ruft an, oder schreibt mir auf MS Teams. We’re in this together. 🤘🏼

Ab morgen: Filmforum online!

 

MORGEN (Samstag) findet das zweite „Point of PrevYou – Forum für den jüngsten deutschen Film“ statt! Statt im Kino BABYLON könnt ihr exklusiv auf prevyou.de vom 25.-30.04. unsere diesjährigen Schüler-, Bewerbungs- und Studentenfilme anschauen! Außerdem gibt es Interviews mit professionellen Filmemachern, DFFB-Studenten und Dozenten an der Filmuni Babelsberg zu ihrem Werdegang, Berufsalltag und Lebensentwurf – und ihren Tipps & Tricks rund ums Filmemachen, Studium & Bewerbung, und wie man mit wenig Geld trotzdem tolle Filme produziert. Das Ganze geht am 25. April um 15 Uhr online unter prevyou.de!

 

Und unter den Beiträgen kannst du dich in Echtzeit mit den anderen Zuschauern über die Beiträge austauschen und Regie & Stab mit deinen Fragen löchern!

Auf unserem schwarzen Brett findest du zudem Aktive für dein nächstes Projekt.

 

Vielen Dank wieder an den Jugend-Demokratiefonds STARK gemacht und den Förderverein der Kurt-Schwitters-Schule Berlin!

 

Alle Infos auf prevyou.de ! 🙂

Rassismus in deutschen Stadien

Wir müssen reden. Über den „kack″ Rassismus. Und ja, auch in Zeiten von Corona, denn das Problem des Rassismus verschwindet nicht in diesen Zeiten; es bleibt weiterhin bestehen.

„Erst Torunarigha, dann Kwadwo, dann gibt’s Tote“, so reagiert der deutsche Nationalspieler Antonio Rüdiger auf die rassistischen Vorfälle in den deutschen Stadien. Selbst sieht er den eindeutig rassistischen Anschlag in Hanau als „Endpunkt″.

Derzeit nimmt der Hass in deutschen Stadien wieder zu. Einige wenige Menschen gehen jede Woche ins Stadion, um Spieler rassistisch anzugreifen. Sie beschimpfen die Spieler mit Affen Geräuschen oder bewerfen sie mit Bananen.

Ich glaube man muss nicht erwähnen, dass Rassismus keinen Platz in der Gesellschaft genießen darf, aber diese angeblichen „Fans″ haben es nicht verstanden. Auch wenn viele sagen: „Man sollte diesen Menschen keine Aufmerksamkeit schenken”, darf man diese Beleidigungen nicht so stehen lassen und muss ein Zeichen setzen.

Das beginnt beim DFB und endet bei den Fans im Stadion. Aktuell ist die Stimmung zwischen dem DFB und den vielen Ultra-Gruppierungen angespannt, aber beim Thema Rassismus stehen beide auf einer Seite. Nur den Weg zu einem Stadion ohne Rassismus halten viele Ultras als nicht zielführend.

Der DFB hat nämlich einen Drei-Punkte-Plan eingeführt. Er sieht ein strenges Vorgehen gegen rassistische oder diskriminierende Äußerungen vor. Der erste Schritt wäre eine Spielunterbrechung mit einer Stadiondurchsage. Bei Stufe 2 gehen die Mannschaften in die Kabine und es folgt eine weitere Stadiondurchsage.

Wenn die rassistischen oder diskriminierenden Äußerungen nach den zwei Maßnahmen nicht eingestellt werden, folgt der Spielabbruch und die Mannschaft, deren Fans diese Äußerungen getätigt haben, verliert Zwei zu null. Nicht nur Regelungen können die rassistischen Äußerungen bekämpfen.

Es ist wichtig, direkt in der Situation einzugreifen und andere Menschen darauf aufmerksam zu machen. Das Stichwort ist hier Zivilcourage. Es ist leicht zu sagen, dass man einschreiten soll, wenn jemand rassistisch beschimpft wird. Das ist es aber nicht.

Deshalb muss das ganze Stadion zusammenhalten und sich ein Beispiel bei den Preußen Münster Fans nehmen, die nach dem Rassismusvorfall gegen Leroy Kwadwo eine starke Reaktion zeigten.

Diese Fans konterten die Affengeräusche gegen den 23-jährigen Verteidiger mit „Nazi raus″ Sprüchen und zeigten auf den Mann, damit der Ordnungsdienst ihn festnehmen konnte.

Der Fußball ist auch immer ein Abbild der gesamtgesellschaftlichen Lage, weil ein breiter Querschnitt der Gesellschaft ins Stadion geht. Wäre doch schön, wenn sich das Engagement, welches sich im Fußball dargestellt hat, auch auf der Straße wiederspiegeln lässt.

Text: Pavel (9e) | Foto: Martin Gasiorek, Unsplash

Fazit an alle SuS und LuL zum Homeschooling

Liebe Schüler*innen, Liebe Lehrer*innen,

Wir hoffen es geht euch soweit gut und ihr seid gesund und munter.

Da nun die “Homeschooling”-Zeit verlängert wird, möchten wir uns nun als Schulsprecher*innen-Team an euch wenden und ein kleines Zwischenfeedback senden. Mit dem Ziel, dass alle, sowohl LuL und SuS, weiterhin erfolgreich die Zeit im Homeoffice meistern, sowie um uns gegenseitig Tipps zu geben.

Die Basis unseres kleinen Feedbacks bildet eine Umfrage, an der 203 Schwitteraner*innen aller Jahrgänge teilgenommen haben.

Beginnen wir mit allem Positiven, was nennenswert ist. Zwei Drittel der befragten SuS gaben an, in einem guten Kontakt mit ihren Lehrkräften zu stehen. Dies ist als Erfolg zu verzeichnen, da viele in der Lage sind, Fragen zu stellen und beantwortet zu bekommen. Uns erfreut zudem, wie vielseitig der Lernraum im Homeschooling gestaltet ist. Überwiegend wurde E-Mail und Whatsapp als Lernraum genannt.

Nicht so gut funktioniert jedoch die Aufgabenverteilung. Mehr als die Hälfte der befragten Schüler*innen geben an, zu viele Aufgaben für die vorgegebene Zeit bekommen zu haben. Auch sind Aufgaben dabei, welche nicht problemlos in Quarantäne machbar sind.

Nur 38,3% gaben an, die Aufgaben ohne Probleme lösen zu können und ein Drittel hat nicht ausreichend Kontakt mit ihren Lehrer*innen.

Viele SuS beklagten, sich schwer zuhause konzentrieren zu können. Zudem würden sie sich wünschen ein einheitliches Kommunikationsmittel als Lernraum zu haben und nicht eine Vielzahl an Plattformen. Ein gelegentliches Feedback der Lehrkräfte ist zudem Wünschenswert und häufig nicht vorhanden. Vor Allem in den mathematischen und naturwissenschaftlichen Fächern gab es mehrfach den Wunsch von mehr Unterstützung und Feedback seitens der LuL. Außerdem fällt es schwer komplette neue Themengebiete eigens zu erarbeiten. Es gab SuS die bemängelten ihre Fragen nicht in einer E-Mail formulieren zu können und nun verzweifeln.

Das ungewisse überwiegt. Die SuS beschäftigen sich viel mit den Fragen, wie es weitergeht. Wann und in welchem Rahmen werden Klausuren, Tests und Arbeiten geschrieben? Wie bereite ich mich darauf vor? Wird es noch Zeit geben um Fragen zu klären?

Auch durch das emotionale Umfeld wird es für viele Schüler*innen schwierig die Aufgaben wie vorgegeben zu bearbeiten. Einige müssen ihre Geschwister bespaßen, damit die Eltern arbeiten können, andere leben in einem Umfeld mit infizierten und kommen mit der Angst nicht zurecht.

Bei diesem Punkt wenden wir uns nun an euch liebe Schwitteraner*innen. Unsere Sozis sind noch immer für euch da! Ihr erreicht sie Montag bis Freitag entweder über die Diensthandys, oder über die Email-Adressen (Nachname@kurt-schwitters.schule).

Wie lässt sich das Homeschooling am besten meistern?

Schaffe dir eine Struktur und mache jeden Tag zu bestimmten Zeiten deine Schulaufgaben. Überfordere dich nicht und lege dir Pausen ein.

Hierzu wäre es hilfreich, wenn die Lehrkräfte in regelmäßigen Abständen Aufgaben verteilen, oder zu Beginn alles auf einen Schub, damit es den SuS leichter fällt sich die Aufgaben einzuteilen. Mehrere gaben an, dass Aufgaben viel zu kurzfristig hinzukamen.

Auch ist es wichtig, dass sie LuL im Auge behalten, dass es SuS ohne Drucker, Laptops oder Internetanschluss gibt!

Zuletzt noch ein weiterer wichtiger Hinweis:

So lange die Bildung nicht komplett digitalisiert ist, dürfen wir nicht davon ausgehen, dass jede Person ein internetfähiges Endgerät besitzt! Bitte kommt bei diesen Fällen ins Gespräch und findet gemeinsam einen Kompromiss!

Alles Liebe, auf dass wir uns schnellstmöglich wieder sehen.

Euer Schulsprecher*innen-Team.

Kunst in der Coronakrise: Teil II

Anschließend zum ersten Text unserer Kunst-Aktion veröffentlichen wir nun Teil II der Illustrationen und Bildern, mit denen die Schüler:innen der Kurt Schwitters Schulle die Zeit Zuhause im Corona-Kotext verarbeiten. Vorhang auf!

Raquel Engel Bras, 8g

Tyra Anyangbe, 8g

Shoana Chaiya, 8g

Eliano Candidi Simao, 8g

Evandro Kammel, 8g

Iadorin Mertens Oliveira, 8g

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Wie Schüler:innen der Kurt-Schwitters-Schule mit Kunst die Coronakrise verarbeiten

Sonja Göbel, Fachleiterin des Kunstbereiches gab ihren Schüler:innen noch am letzten Tag vor der Schulschließen eine Aufgabe: Sie sollte ein künstlerisches Tagebuch führen, um sich damit auseinanderzusetzen, was die Caronavirus-Ausnahmezeit in ihnen auslöst.

„Kunst ist eine besondere Sprache und eine tolle Möglichkeit über Bilder auszudrücken, was einen beschäftigt, was einen nervt oder interessiert oder auch einfach, was einem gefällt“, Göbel, die nach einigen Tagen die Idee hatte, die Werke der Schüler:innen auf qurt.news zu veröffntlichen.

„Wir sind eine kunstbetonte Schule und unsere SchülerInnen haben ein enormes kreatives Potential. Das muss man doch zeigen“. Sie fände es schade, wenn nur sie die Arbeiten ihrer Klasse zu sehen bekommen würde.

Also lies sie über die Klassenleitungen anfragen, ob die SchülerInnen (auszugsweise 8e/ 8g und 9c) ihr jeweils ein Werk aus ihren Tagebüchern per E-Mail schicken können, damit “wir es auf der Schülerzeitung zeigen können“.

Gesagt, getan.

Charlotte Papajeweski, 9c

Karla Lagè, 9c: Trinkbares Leben

Violetta Kretschmer, 8g

Karl Welsch, 9 c

Amelie Karlstetter, 9c: „In diesem Bild hatte ich vor zu zeigen wie die Corona-Maßnahmen unser Leben einschränken. Das Bunte soll das kreative und fröhliche Leben von uns darstellen und der Schwarze Punkt der langsam in das Bunte übergeht die Einschränkungen und die Langeweile die auf uns zukommt.“

Julian Casagrande, 9c: „Ein Ausschnitt aus meinem Kunsttagebuch“

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Was kann ich zuhause eigentlich alles machen?

Genau das haben wir uns auch gefragt, deswegen sind hier die Top Dinge, die man prima in der Quarantäne machen kann!

1. Sport

In den sozialen Medien kursieren aktuell sehr viele Anleitungen, wie du auch zuhause deinen aktiven Ausgleich bekommen kannst. Zum Beispiel Yoga, Tanz, Street-Workout, Joggen u.v.w.m.

2. Kunst

Auch zuhause lässt es sich perfekt mit wenigen Mitteln kreativ ausleben. Ein cooles Beispiel ist es jeden Tag, bis sich die aktuelle Situation wieder normalisiert, ein Kunstwerk zu kreieren, welches man an eine leere Wand hängt. Am Ende hast du dann deine eigene “Corona-Ausstellung”.

3. Musik

Es wär doch mega cool die Zeit zu nutzen und in Quarantäne ein Musikinstrument zu lernen, irgendwo fliegt bei dir bestimmt noch ein Herrenloses Instrument rum. Oder seine Fähigkeiten so auszubauen, dass man einen eigenen Song bis zum Ende der “Quarantäne”-Zeit geschrieben hat. Der dann vielleicht sogar auf dem Schulkonzert gezeigt wird?

4. Kochen

Endlich mal Zeit neue Rezepte auszuprobieren, oder die alten Rezepte wieder neu zu entdecken und nebenbei die anderen zuhause glücklich zu machen. Dabei Musik hören, macht’s noch entspannter!

5. Lesen

Es gibt noch sooooo viele ungelesene Bücher!! Hast du Tipps? Dann ab in die Kommentare damit!

6. Schreiben

Schonmal nen Tagebuch geschrieben? Nein? Dann bietet sich jetzt endlich die Gelegenheit! Wär doch cool den Enkeln dann detalliert über die Krise berichten!

7. Kommunizieren

Mal wieder mit Oma/Opa oder alten Freunden, von denen man lange nix gehört hat zu telefonieren bzw. skypen. Aber auch Briefe bieten sich als gutes Kommunikationsmittel an. Probier’s doch mal aus!

8. Film

Wir kennen sie alle und lieben sie: Serien! Hau doch einfach mal deine Tipps unten rein! Tolle Filme lassen sich kostenlos auf YouTube und Co. streamen. Auch mega cool ist es mal wieder die alten Projektwochen-Mitschnitte hier auf qurt.news anzuschauen 😀

9. Schnick-Schnack

Wie wär’s endlich mal ne neue Sprache, oder andere neue Dinge, zu lernen? Du hast sooo viel Zeit um zu Jonglieren, zu nähen, umzuräumen bzw. umzudekorieren, Geschwistern beim Lernen zu helfen, Haare zu färben, Morsecode-Nachrichten an die Nachbarn zu senden, IT-Skills zu verbessern / Hacker werden, Viiiiieeel zu schlafen!!!, Modesünden zu begehen, auf dem Balkon/Fensterbrett zu grillen, komplizierte Systeme zu erfinden um Nachbarn etwas zu schenken, nen Bart wachsen zu lassen, Nägellackieren bzw. Makeup-Skills zu verbessern, die Wände anzumalen / zu bekleben u.v.w.m. Nutz diese Zeit!

Du hast auch noch Tipps? Dann ab in die Kommentare damit!

Bleibt daheim und vor Allem gesund!
Euer Schulsprecher*innen-Team

P.s.: Mache jetzt an unserer Homeschooling-Umfrage mit!

Schwitterwochen: Auch in Corona-Zeiten weiter Projekte einreichen!

Ihr habt eine Projektidee aber Ihr wisst nicht, wie Ihr sie einreichen könnt? Schickt Eure Projektbewerbung einfach per E-Mail an Claudia: fauter@kurt-schwitters.schule!

Folgende Angaben sind nötig:

  1. Name des Projektes
  2. Namen und Klasse der Projektleitenden (maximal 4)
  3. Unterstützende Lehrer*in, wenn Ihr von der Person eine Zusage habt. Kontaktiert die Person Eurer Wahl per E-Mail unter [Nachname]@kurt-schwitters.schule oder lasst das Feld leer.
  4. Projektidee (1 – 3 Sätze)
  5. Anmerkungen (z.B. Technik- oder Raumbedarf)

Wir freuen uns auf Eure Einsendungen! 

Hanau: Courage zeigen heißt nicht nur, Projekte zu organisieren

Am Mittwoch, dem 19. Februar 2020 ermordete in Hanau ein Mann 10 Menschen. Er schoss in einem Kiosk und einer Shishabar um sich und zuletzt auf seine Mutter und sich selbst.

Dieser eindeutig rassistisch motivierte Anschlag steht in Deutschland nicht alleine. Im Oktober letzten Jahres wollte ein Mann in Halle in eine voll besetzte Synagoge eindringen und die dort versammelten Menschen erschießen. Er wurde nur von einer schweren Holztür aufgehalten und erschoss statt dessen willkürlich zwei Passanten.

Im Juni letzten Jahres wurde Walter Lübke auf seinem eigenen Balkon erschossen. Der CDU Politiker hatte die Flüchtlingspolitik der CDU verteidigt. 2016 wurden 995 rechte Gewalttaten gegenüber Geflüchteten und Flüchtlingsunterkünften registriert.

Die genannten Vorfälle sind nur Beispiele aus der letzten Zeit. In einer Statistik über Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland in den letzten 30 Jahren heißt es:

„Wo von der Bundesregierung lediglich 94 Tötungsdelikte als rechts motiviert gewertet werden, ergeben Recherchen der Amadeu Antonio Stiftung eine weitaus höhere Zahl: Mindestens 198 Todesopfer rechter Gewalt seit dem Wendejahr 1990 sowie 12 weitere Verdachtsfälle“.

Eigentlich wollte ich einen Text über die politischen Ereignisse in Erfurt schreiben. Dort hat das Parlament nicht den linken Ministerpräsident Bodo Ramelow gewählt, dessen Partei mit 31 % die meisten Stimmen gehabt hätte. Stattdessen wählten CDU und FDP mit der AfD den Kandidaten der FDP, die bloß 5% hatte.

Aber warum ist es so schlimm, einen Regierungschef zu haben, der nur mithilfe der AfD gewählt werden konnte?  Sie waren ja alle demokratisch gewählt, oder?  Aber das bedeutete, mit der AFD zusammenzuarbeiten. Und die AfD vertritt zutiefst undemokratische Werte.

Sie ist frauenfeindlich.
Sie ist rassistisch.
Sie verhamlost die deutsche NS-Vergangenheit.
Sie ist behindetenfeindlich.
Sie ist islamfeindlich.
Sie ist homophob.

Sie leugnet das Recht der künftigen Generationen auf eine funktionsfähige Ökosphäre (also den von Menschen gemachten Klimawandel). Sie behauptet, sie wäre eine Partei der einfachen Leute, also der Arbeiter. Aber das stimmt nicht.

Nicht jeder, der die AfD wählt ist ein Nazi. Aber die AfD ist eine zum Teil faschistische Partei. In der AfD können Faschisten, wie zum Beispiel B. Höcke, ihren Hass und ihre Hetze an ein breites Publikum tragen. Die AfD bildet die Verbindung zwischen rechtsradikalen Nazis und rechtskonservativen Kräften im Bundestag.

Der Anschlag in Hanau wurde vielleicht von einem Einzeltäter begangen. Doch von einem Mann mit einem zutiefst rassistischen Weltbild. So etwas entsteht nicht aus dem Nichts und wird von einem gesellschaftlichen Klima angefeuert. Einem Klima, in dem menschenverachtende Theorien, Hass und Hetze immer salonfähiger werden.

Die AfD spricht von „Umvolkung“ und von „einem großen Bevölkerungsaustausch“, oder noch vulgärer von „Fickificki-“ und „Messermigranten“.

So konstruieren sie aus immigrierten und geflüchteten Menschen eine Bedrohung, die von solchen Tätern wie dem in Hanau als Legitimation (also Rechtfertigung) für ihre Morde und Anschläge genommen werden. Unsere Schule ist auch einen kleine Gesellschaft, auf deren Umgang und Klima wir aufpassen
können.

Ich jedenfalls habe keine Lust, in einem Land zu leben, in dem meine Freunde mit Diskriminierung, Anfeindungen und Gewalt leben müssen. In einem Land, in dem Menschen Angst um ihr Leben haben müssen, weil sie aus irgendwelchen Gründen nicht in faschistische Vorstellungen passen.

Wir alle können Courage zeigen. Courage zeigen heißt nicht nur, Projekte zu organisieren, sondern auch den Mund aufzumachen, wenn andere Mist reden. Denn Mist bleibt Mist, auch wenn es nur ein blöder Witz sein sollte.

Etwas Gutes können wir aber von allen Faschisten und Alternativen für Deutschland lernen: Wir können uns zusammentun, solidarisch sein, Spaß haben, uns nicht verarschen lassen und herausfinden, wie wir tolerant zusammen leben wollen.

Die Rapperin Sookee singt: „Ganz egal wer du bist, mach ein bisschen Kunst und bleibe Antifaschist!“

Text: Luise (Schulsprecherin) im Namen der GSV

Feuerwerk: Was darf man und was nicht?


Zum Jahreswechsel werden durch Feuerwerkskörper 5.000 Tonnen Feinstaub freigesetzt. Ob dies alles so legal ist, ist die Frage. Was ist ein Pyrotechniker? Ein Pyrotechniker ist Experte für große Feuerwerke sowie für die Durchführung von diesen. Er kennt sich mit allen möglichen Spezialeffekten von Feuerwerk aus. Pyrotechniker kümmern sich sowohl um Innenfeuerwerke (Bühnenshow mit Spezialeffekten), als auch um Außenfeuerwerke.

Laut: Sprengstoffgesetz

§23 Pyrotechnische Gegenstände der Klasse II, also Silvester Feuerwerkskörper dürfen in der Zeit vom 2. Januar bis zum 30. Dezember nicht verwendet (abgebrannt) werden, außer wenn sie von einem Erlaubnisinhaber oder Befähigungsscheininhaber gezündet werden.

Personen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr dürfen pyrotechnische Gegenstände der Klasse II auch am 31. Dezember und am 1. Januar nicht abbrennen. Das Abbrennen von Feuerwerkskörper in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäuser, Kinder- und Altersheime ist verboten. 

Erlaubnisscheininhaber und Befähigungsscheininhaber sind ausgebildete Pyrotechniker. D.h. für alle anderen Personen gilt dieses Verbot.

Fachbegriffe:

BAM = Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) ist eine wissenschaftlich-technische Bundesober­behörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Aufgaben: 

  • Mitarbeit bei der Entwicklung gesetzlicher Regelungen, z. B. bei der Festlegung von Sicherheitsstandards und Grenzwerten
  • Beratung der Bundesregierung, der Wirtschaft sowie der nationalen und internationalen Organisationen im Bereich der Materialtechnik und Chemie.
  • u.s.w.

F1 = Kleinstfeuerwerk

Es gibt in diese Kategorie keine reinen Knallkörper, abgesehen von Knallerbsen. Als maximalen Schallpegel dürfen diese Artikel maximal 120 dB in einem Abstand von einem Meter erreichen. 120 db ist unerträglich laut, Schmerzgrenze.

F1-Artikel dürfen ab dem 12 Lebensjahr frei erworben und das ganze Jahr über verwendet werden. Hierzu zählen unter anderen Knallererbsen, Partyknaller, Bodenwirbel, Tischfeuerwerk, Eisfontänen, Wunderkerze, u.v.m

F2=Kleinfeuerwerk

Zu dieser Kategorie zählt in der Regel das klassische Silvesterfeuerwerk und diese Artikel sind ausschließlich zur Verwendung im Freien vorgesehen.

F3=Mittelfeuerwerk

Für Hobbyfeuerwerker und Pyrotechniker. Feuerwerkskörper der Kategorie F3 dürfen nur an Erlaubnis- und Befähigungsscheininhaber verkauft werden. Der Befähigungsschein ist ein amtliches Dokument, das den Inhaber zum Umgang, Verkehr und zur Einfuhr mit und von explosionsgefährlichen Stoffen berechtigt.

F4=Großfeuerwerk

Feuerwerkskörper, welche eine große Gefahr darstellen und nur von Pyrotechnikern verwendet werden dürfen. Hierzu zählen unter anderem die klassichen Zylinder- und Kugelbomben als auch große Raketen und Batterien. Wie bei der Kategorie 3 bedarf es zum erwerben und/oder verwenden eine Erlaubnis oder einen Befähigungsschein . Das Mindestalter für die Kategorie 4 beträgt 21 Jahre!

So sieht eine Kugelbombenexplosion aus:

 

T1 = Pyrotechnische Gegenstände, welche eine geringe Gefahr darstellen und ab ab 18 Jahre frei erworben und für technische Zwecke das ganze Jahr über verwendet werden dürfen. Technische Zwecke sind z.B.  Bühnenshows, Film -oder Fotoaufnahmen, Showveranstaltungen, Simulationen und vieles mehr.

T2 = Pyrotechnische Gegenstände für die Verwendung in Theater und auf Bühnen, die zur Verwendung nur durch Fachpersonal  gezündet werden dürfen.

S1 = geringe Gefährlichkeit, die z. B. für die Anwendung auf Bühnen und Theatern oder zur Ausbildung von Rettungskräften dienen.

S2 = pyrotechnische Sätze großer Gefährlichkeit, deren Umgang und Verkehr an die Befähigung und Erlaubnis gebunden ist

Was darf ich?

Hier eine Tabelle

 

Kategorie Zulassungs-

zeichen

Bezeichnung Abgabe an Personen
F1 BAM-F1 Feuerwerkskörper, die e sehr geringe Gefahr darstellen

(“Jugend- / Tischfeuerwerk”)

ab 12 Jahre
F2 BAM-F2 Feuerwerkskörper, die  geringe Gefahr darstellen

(“Silvesterfeuerwerk”)

ab 18 Jahre
F3 BAM-F3 Feuerwerkskörper, die eine mittelgroße Gefahr darstellen

(“Mittelfeuerwerk”)

ab 21 Jahre

Erlaubnis nötig

F4 BAM-F4 Feuerwerkskörper, die  große Gefahr darstellen

(“Großfeuerwerk”)

ab 21 Jahre

Erlaubnis nötig

(Pyrotechniker)

T1 BAM-T1 Feuerwerkskörper geringer Gefahr zur Verwendung auf Bühnen

Raketenmotoren bis 20g Treibstoffgewicht

ab 18 Jahre
T2 BAM-T2  Feuerwerkskörper großer Gefahr zur Verwendung auf Bühnen

Raketenmotoren ab 20g Treibstoffgewicht

ab 21 Jahre

Erlaubnis nötig

(Pyrotechniker)

S1 BAM-S1 Pyrotechnische Sätze geringer Gefährlichkeit ab 18 Jahre
S2 BAM-S2 Pyrotechnische Sätze großer Gefährlichkeit ab 21 Jahre

Erlaubnis nötig

(Pyrotechniker)

Quellen:
– http://feuerwerk-online-kaufen.de/feuerwerk-genehmigung-privates-feuerwerk/
-https://cdn.pixabay.com/photo/2019/10/28/12/41/new-years-eve-4584262_960_720.jpg
-https://www.pyrolager.de/feuerwerkskategorien
-https://www.bam.de/Navigation/DE/Home/home.html
Text: Julius (Klasse 7a)

So verlief der Literaturwettbewerb 2020

Der Literaturwettbewerb hat dieses Jahr am 2. März stattgefunden. Die neun Teilnehmer/-innen waren sehr nervös und hatten ihre Geschichten schon vor sich liegen, um sie vorzulesen. Es haben zwar nicht viele Schüler teilgenommen, die Stimmung war aber trotzdem sehr angespannt.

Die vorgelesenen Geschichten waren sehr kreativ und es war für die Jury sehr schwierig, sich für einen Gewinner zu entscheiden, doch zum Schluss konnten sie sich trotzdem für einen Text entscheiden.

Den dritten Platz hat Maha aus dem siebten Jahrgang, mit der Geschichte “Komisch Ferien”, erlangt. Der Text “Treppen” von Julia aus dem achten Jahrgang schaffte es auf den zweiten Platz.

Den ersten Platz gewann Karla, aus dem neunten Jahrgang, mit ihrer Geschichte “Vom Liegen Lieben Bände sprechen”. Alle Geschichten waren sehr schön und alle Teilnehmer durften sich nach ihrer Wahl ein Buch aussuchen, zuerst natürlich der erste Platz.

Es hat allen Schülern/-innen und Lehrern/-innen sehr viel Spaß gemacht.

Text: Theo (9.f) / Fotos: Philipp (9.f)

MUSIZIERENDE GESUCHT

Wir von SKET, der Spontanen Kreativen EinsatzTruppe, suchen aktuelle Musiker*innen und Bands, die Lust haben als Krönung der Projektwoche ein Konzert auf dem Hoffest zu geben! Egal welches Genre, egal welches Alter, ihr seid alle bei unserem Konzert willkommen!

Wir freuen uns natürlich auch über Mitwirkende und Unterstützer*innen, die uns bei der Planung und Gestaltung des Konzerts helfen! Unserer Kreativität was die Organisation angeht sind keine Grenzen gesetzt!

Schreib uns bei Interesse gerne eine Mail an sket.schule@gmail.com!

Euer SKET-Team

 

SKET

Gemeinsam gestalten wir unseren Alltag in der Schule ein kleines Stück angenehmer. Schwerpunkt von uns ist das Planen und Umsetzen von Aktionen und einem Konzert gegen Diskriminierung. Du hast Bock uns zu unterstützen? Dann komm vorbei! Unsere Treffen stehen auf dem Vertretungsplan!

Sket Werbeplakat pdf 2

Projekt einreichen und los geht`s

Es ist wieder soweit: Die Schwitterwoche steht vor der Tür und ihr könnt ab sofort wieder eure eigenen Projekte einreichen.

Bis zum 31.03 werden eure Projekte von den Sozis angenommen. In diesem Jahr steht alles unter dem Motto: Kurt mit Courage.

Nur ein kleiner Anreiz, ein Projekt zu leiten: Wenn nicht genügend Projekte eingereicht werden, leiten die Lehrer*innen die Schwitterwoche und ehrlicherweise will das bestimmt niemand von uns.

 

Mission Integration im deutschen Fußball

Fußball gefällt vielleicht nicht jedem, aber eine Sache kann dieser Sport auf jeden Fall: Menschen zusammenbringen. Er ist schon lange mehr als ein Spiel mit einem Ball, 22 Spieler*innen auf dem Spielfeld, traumhaften Spielzügen und Toren. Der Fußball hat eine wichtige Aufgabe in der Gesellschaft und meistert diese sogar manchmal besser als die Politik, denn er vermittelt Werte wie Toleranz, Respekt und Wertschätzung in einem Rahmen, wo Spaß und Freude im Mittelpunkt stehen. Auch beim Thema Integration hat der Fußball eine Vorbildfunktion.

Nicht nur der DFB (Deutsche Fußball-Bund) und die DFL (Deutsche Fußball-Liga) engagieren sich, auch kleine Vereine in unterklassigen Ligen helfen durch verschiedene Wege und Projekte, den geflüchteten Menschen sich zu integrieren.

Integration und der DFB

Mit der Überschrift: Fußball für alle. Gemeinsam für Teilhabe, Zugehörigkeit und Vielfalt in der Migrationsgesellschaft stellt der größte Fußballverband der Welt, der DFB das überarbeitete Integrationskonzept vor, welches sich über 8 A4 Seiten erstreckt und seine Visionen, übergreifende Ziele und Handlungsfelder formuliert.

Ein Wort, welches in dem Konzept der DFB eine tragende Rolle spielt, ist “Vielfalt (engl. „Diversity“). Sie möchten diesen Begriff als Ausgangspunkt ihrer zukünftigen Arbeit zur Integration nutzen.

Um diese große Aufgabe der Integration zu meistern, will der Verband mit externen Partner*innen die nötigen Rahmenbedingungen für ein positives Miteinander schaffen und dadurch alle Menschen einladen, ein Teil der großen Fußballfamilie zu werden.

Weiterhin will der DFB die wichtigen Werte wie Fair Play, Respekt, Gleichberechtigung, Leistungsbereitschaft, Engagement und das Friedliche Miteinander wieder in den Vordergrund stellen. Den Rahmen für diesen wichtigen Weg in die Zukunft bilden fünf Handlungsfelder.

Um Vielfalt in der Vereinen und Verbänden stärker darzustellen, möchte der DFB geeignete Strukturen erbauen sowie die vorhandenen Maßnahmen und Ansätze überprüfen und weiterentwickeln. Nichts gelingt ohne Geld, das weiß auch der DFB und möchte deshalb diese Projekte inhaltlich und finanziell  fördern.

Durch die Vernetzung von Vereinen und Verbänden kann jeder sich weiterentwickeln und zukunftsfähiger werden, deshalb fordert der DFB die Kooperation von Verbänden und Vereinen in Deutschland. Das Klima des Respekts und Mitmenschlichkeit sollte in jeder Fußballmannschaft selbstverständlich sein. Wenn dies nicht der Fall ist, möchte der DFB die betroffenen schützen und als Schlichter eingreifen.

Die Aufklärung im Bereich Vielfalt ist für den DFB elementar. Deshalb möchte er die Vielfaltsthemen in Qualifizierungsangeboten ansprechen. Durch diese Einbeziehung ergeben sich neue Chancen für die Vereine oder für die individuelle Entwicklung.

Willkommen im Fußball

Die DFL hat eine klare Vision: Allen Kindern die Entfaltung ihrer individuellen Potenziale zu ermöglichen und Chancengleichheit zu gewährleisten. Dafür formuliert die DFL- Stiftung ihre Mission, ihre Herausforderungen und wie sie diese mit drei verschiedenen Wegen erreichen möchte.

Schritt 1 ist Begegnung zwischen Kindern und Jugendlichen verschiedener sozialer und kultureller Herkunft. Ihr zweiter Anhaltspunkt ist den Fußball als Türöffner zu nutzen und damit zusätzliche Bildungsangebote zu schaffen.

Der letzte Schritt der DFL ist, den Fußball als Sprachrohr zu nutzen und sich damit Gehör zu verschaffen, um auf Chancen-Ungleichheit oder Diskriminierung hinzuweisen. Dafür hat die DFL verschiedene Leuchtturmprojekte ins Leben gerufen, wie z. B. Willkommen im Fußball.

Das Programm „Willkommen im Fußball“ eröffnet jungen Geflüchteten durch Sport-, Kultur- und Bildungsangebote Chancen zu einer sozialen Integration und unterstützt so das gesellschaftliche Miteinander.

Um mit einigen Zahlen zu erläutern wie groß dieses Projekt ist: Willkommen im Fußball hat 23 Bündnisse mit verschiedenen Fußballvereinen, unter anderem mit den beiden Berliner Erstligisten Union Berlin und Hertha BSC.

3.500 Menschen nehmen an den 67 verschiedenen Trainingsangeboten und Turnieren teil, dazu kommen noch die 60 Kultur-, Bildungs-, Qualifizierungs- und Vernetzungsangebote, welche die geflüchteten Menschen nutzen können.

Welcome United 3

Nicht nur die großen Vereine und Verbände engagieren sich für die Integration von geflüchteten Menschen, auch Vereine aus unterklassigen Ligen, wie der SV Babelsberg bringen sich aktiv ein. Der SV Babelsberg ist der erste Deutsche Fußballverein, der mit einer Mannschaft aus Flüchtlingen antritt. Das Projekt  steht unter dem Namen “ Welcome United 3” und möchte so laut eigenen Worten:

” (…) ein Vorbild für andere Vereine, Unternehmen und Gruppierungen in unserer Gesellschaft sein. Wir wollen Menschen, die egal aus welchem Grund ihre Heimat verlassen mussten, willkommen heißen.” 

Das Projekt wurde mit offenen Armen empfangen, in kürzester Zeit meldeten sich über 60 Flüchtlinge an und so konnte schon nach einem Jahr die Mannschaft für den regulären Spielbetrieb eingetragen werden. Der SV Babelsberg bietet den Flüchtlingen mehr als nur einen Platz zum Trainieren. Sie versuchen den Spielern Jobs zu organisieren, helfen bei Behördengängen oder hören einfach nur zu.

Leider muss ich hier die Euphorie-Bremse drücken, weil der Fußball auch den ” Idioten ” ein  Sprachrohr bietet. In den vergangenen Wochen kam es nämlich zu vielen rassistischen Bemerkungen gegenüber Spielern.

Text: Pavel 9.e  Photo: unsplash

Plastikmüll in den Weltmeeren – Rettung in Sicht ?

 

Das Meer mit seinen unendlichen Weiten. Weißer Sand, kristallklares Wasser, eine auf den ersten Blick versteckte Welt, die bei genauerem Hinsehen nur so vor Leben wimmelt. Bunte Korallen in denen sich wahre Kolonien von Lebewesen tummeln. Eine Walkuh, die ihr Kälbchen stillt. Darüber kreist eine Armada an Seevögeln. Am Strand sonnen sich die Schildkröten.

So stellt man sich die Idylle Meer doch vor, oder? Die Realität ist aber mittlerweile leider eine ganz andere;

Die Strände sind übersäht von Müll, es ist kaum mehr Platz, das Handtuch auszubreiten. Beim Schwimmen streift Plastik statt Algen die Beine. Der Tauchgang ist mittlerweile mehr ein Gang durch die Galerie der Überbleibsel unserer Wegwerfgesellschaft, Fische sieht man kaum noch. Immer wieder werden tote Wale und Schildkröten als drastische Mahnung an uns Menschen an die Strände gespült. Und was einst der erfrischende Gang in die sauberen Fluten war, gestaltet sich heute eher als Dümpeln in einer schlammigen Brühe.

 

Die Meere verändern sich, und zwar nicht zum Positiven. Und wie bei so vielem sind wir Menschen schuld. Seit Jahrhunderten jagen wir all unseren Müll in unsere Flüsse und über die Flüsse auch in sämtliche Ozeane. Doch der Müll der noch vor 150 Jahren innerhalb von wenigen Wochen komplett abgebaut war, besteht mittlerweile komplett aus Plastik und braucht im Durschnitt 450 Jahre um zu zerfallen und selbst dann existiert er immer noch in millimeterkleinen Teilchen, welche sich schlichtweg überhaupt nicht mehr aus dem Wasser holen lassen.

Aber wo kommt das Plastik eigentlich überhaupt her, warum ist es so gefährlich und wie retten wir die Meere?

Jeder Deutsche produziert pro Jahr über 37 kg Plastikmüll, allein aus Verpackungen. Jährlich werden etwa 300 Millionen Tonnen Plastik produziert, davon landen gut 10 Millionen Tonnen im Meer. Dies passiert meist , in dem der Plastikmüll zum Recycling eingesammelt wird ( ab diesem Zeitpunkt wird das Plastik in der Statistik übrigens schon als recyclet gerechnet) und dann per Schiff in Länder der dritten Welt exportiert wird, wo es theoretisch durch staatlich anerkannte Stellen weiterverarbeitet werden sollte. Tatsächlich jedoch sind diese Stellen oft bloß einfache Fassade. Deutschland exportiert den eigenen Müll am liebsten nach Südostasien, wo es kein staatlich geregeltes  Abfallmanagement gibt. Der lokale Müll mischt sich auf ungesicherten Deponien mit dem importierten. Ein Windhauch reicht und Tonen um Tonen von Plastik landen über Flüsse oder andere Umwege im Meer. So kommt es auch zu Bildern wie diesem:

Dazu kommen immense Mengen Kunststoff aus Industrie und Schifffahrt. Gut die Hälfte des sich zur Zeit im Meer befindlichen Plastiks besteht aus sogenannten Geisternetzen. Dies sind Fischernetz, welche entweder verloren gegangen sind oder von Fischern illegal auf dem Meer weggeworfen wurden, da eine fachgerechte Entsorgung grade sehr großer Netze aufwendig und teuer ist. Doch auch sogenanntes Mikroplastik (alles unter 5 mm) findet sich in rauen mengen im Meer. Ein Großteil der modernen Kosmetika setzt auf Plastikerzeugnisse als Konsistenzgeber oder Reibepartikel. Egal ob Zahnpasta, Peeling oder Duschgel, unter exotischen Kürzeln getarntes Plastik findet sich überall. Wer Plastikfreie Kosmetika kaufen möchte, hat in den meisten konventionellen Läden auch nach ausgiebigem Studieren der Etiketten kaum Hoffnung auf Erfolg. Der BUND hat hier einen Einkaufsratgeber verfasst, in dem die typischsten Decknamen des Plastiks und einige, für ihren Plastikgebrauch bekannten, Firmen aufgelistet sind. Doch auch das simple Waschen von Klamotten birgt Gefahr: pro Waschgang lösen sich aus Kunstfasertextilien wie Fleecepullis oder ähnlichen etwa 2000 winzige Fasern, die zu klein sind um vom Sieb der Waschmaschine aufgehalten zu werden und, ebenso wie das eben beschriebene kosmetische Mikroplastik, durch die Kläranlagen gelangt, da es schlichtweg zu klein ist.

Hinzu kommt auch noch, dass Plastik im Gegensatz zu organischen Stoffen nicht verrottet. Es zerfällt einfach in kleinere und immer kleinere Teile, bis auch diese den Status von Mikroplastik erreicht haben.

Auf den Lebensraum Meer hat dies katastrophale Auswirkungen. Fische, Meeressäuger und Seevögeln nehmen kleiner und größere Plastikteile in sich auf. Manche haben scharfe Kanten, sodass die Tiere tödliche Verletzungen des Verdauungstrakts erleiden. Doch auch wenn es nicht zu diesem schnellen Tod kommt, bedeutet das Aufnehmen größerer Mengen Abfall fast immer den Tod, den das Verdauungssystem der Tiere ist nicht in der Lage, es abzubauen oder auszuscheiden und so kommt es oftmals vor, das Tiere mit vollem Magen verhungern. Auch die genannten Geisternetzte werden täglich hunderten von Tieren zum Verhängnis, den sie fischen auch herrenlos immer weiter. Grade für Delfine, Wale und Schildkröten stellen diese wahre Todesfallen dar, den einmal im Netz ist es für sie fast unmöglich zum Luftholen an die Wasseroberfläche zu gelangen. 2016 entdeckten Forscher um den Ökologen Matthew Savoca von der University of California, dass bestimmte Sorten Plastik einen Duft absondern, der Meeresvögeln wie Albatrosse den Eindruck vermittelt, sie wären essbar. Laut Umweltschutzorganisation sterben jährlich bis zu 1.000.000 Seevögel und 100.000 Meeressäuger durch den Konsum unserer weggeworfenen Kunststoffe. Doch auch Mikroplastik stellt eine große Gefahr da. Man fand heraus das Mikroplastik im Wasser gelöste Umweltgifte wie Insektizide oder Weichmacher anzieht wie Magneten. Diese Plastikpartikell werden dann von Filtrieren wie Muscheln aufgenommen und gelangen so in die Nahrungskette. Infizierte Lebewesen werden von immer größeren Lebewesen gegessen und so weiter. Durch die mikroskopisch kleinen Plastikteilchen und die durch sie eingeschleusten Gifte kann es bei Fischen und Meeressäugern zu schweren Gendefekten kommen, welche ganze Linien und früher oder später auch ganze Rassen von Tieren ausrotten wird.

Und jetzt ratet mal: Bei wem landet so ziemlich alles irgendwann auf dem Teller? Richtig! 100 Punkte, beim Menschen.

Wie der WWF im Juni 2019 bekannt gab, nimmt jeder Mensch im globalen Durchschnitt bis zu 5 Gramm Mikroplastik in sich auf, was in etwa dem Gewicht einer Kreditkarte entspricht. Die Studie basiert auf einer Untersuchung der University of Newcastle in Australien. Danach nehmen Menschen weltweit durchschnittlich etwa 2.000 kleine Plastikteilchen in der Woche zu sich. Die Forschungen zu den Folgen stecken zwar noch in den Kinderschuhen, doch schon heute ist absehbar, dass das Ergebnis kein schönes sein wird. Immer wieder heißt es Plastik hat die Macht den Hormonhaushalt des Menschen zu beeinflussen, ihn gar unfruchtbar zu machen.

Auch die in Mikroplastik enthaltenen und von Mikroplastik “gesammelten” Chemikalien (Weichmacher, Stabilisatoren, Farbmittel, Füllstoffe, Verstärkungsmittel, Flammschutzmittel, Antistatikmittel, Insektizide etc.) können laut Wissenschaftlern beim Menschen zu gravierenden Gesundheitsschäden führen. Beispielweise ist die Rede von Allergien, Fettleibigkeit, Unfruchtbarkeit, sowie Krebs und Herzerkrankungen. Wir vergiften also nicht nur unsere Umwelt, sondern auch uns selbst. Schön dumm, oder?

Aber was kann man eigentich dagegen machen und was wird schon gemacht?

Als aller erstes ist es immer eine gute Idee, den eigenen Plastikverbrauch zu minimieren. Dies gestaltet sich in konventionell Geschäften aber leider oft als schwierig; alles ist mindestens in eine Lage Plastik eingewickelt. Eine Sammlung der unnötigsten Verpackungen findest du hier. Grade in Großstädten wie Berlin finden sich aber mittlerweile immer mehr Unverpackt-Läden. Grade bei unverpackter und mikroplastikfreier Kosmetik muss man aber schnell mal etwas tiefer in die Tasche greifen. Wer das nicht möchte kann auch nach guter alter Hausfrauen-Art einen Großteil des täglich Benötigten selber herrstellen. Darüber gibt es zahlreiche Bücher, wer aber sparen möchte, findet selbstverständlich online Rezepte im Überfluss. Ich empehle hier für Smarticular. Im Bereich der Bekleidung ist das Kaufen von Naturfasern empfehlenswert.

Leider reicht das Rückschrauben des eigenen Verbrauchs nicht mehr. Wie bei so vielem, ist hier die Politik gefragt. Deutchland bewegt sich in dieser Hinsicht nach und nach in die richtige Richtung. Nachdem die EU verkündete, ab 2021 Einwegplastikartikel, für die es brauchbare Alternativen gibt, zu verbieten, stellte Bundesumweltministerin Svenja Schulze Ende 2018 den “5-Punkte-Plan des Bundesumweltministeriums für weniger Plastik und mehr Recycling” vor. Die Umweltorganisation WWF kritisiert:

„Der Fünf-Punkte-Plan setzt an einigen richtigen Hebelpunkten an, schwimmt aber oft im Fahrwasser der ohnehin laufenden EU-Strategie mit, ohne dort herauszuragen. Insgesamt sind wenig neue Akzente der Umweltministerin zu sehen. Meistens – etwa bei Agrarfolien, Obst- und Gemüseverpackungen im Handel und Mikroplastik – setzt man in Deutschland weiter auf Dialog und Freiwilligkeit ohne eine gesetzliche Regelung in Aussicht zu stellen, sollte der Dialog nicht erfolgreich sein. Auch Zeitlinien und Umsetzungsfristen fehlen oft, beispielsweise beim Kunststoffeintrag in Kläranlagen und Begrenzung von Kunststoff in Kompost.”

Aber was lässt sich eigentlich gegen Plastik tun, welches schon im Meer ist? Hierzu 2 Projekte:

1. The Ocean Cleanup

Dieses Projekt entstand aus einem Schulprojekt des damals 16-jährigen Niederländers Boyan Slat, nach dem dieser im Sommerurlaub in Griechenland beim Schnorcheln mehr Müll als Fische erblickte. Das Ganze finanziert sich über Crowdfunding und funktioniert so: Ein 600 Meter langer,

Waves – Wellen; current – Strömung; parachute anchor – Schirmanker https://assets.theoceancleanup.com/app/uploads/2019/08/ TOC_illustration_system-640×502.png

röhrenförmiger Schwimmkörper welcher an der Unterseite mit 3 Meter langen Schürzen ausgestattet ist, wird in einem der 5 größten weltweiten Plastikstrudel platziert. Es kreiert mehr oder weniger eine Küste, wo keine ist. Sowohl das System, als das Plastik werden von der Strömung transportiert. Das System wird jedoch durch einen Art Gewicht verlangsamt, wodurch das schneller treibende Plastik gegen das Rohr gespült wird. Das Rohr bildet eine weite U-Form, wodurch das Plastik in der Mitte des Bogens in einem Container gesammelt werden kann. Dieser Container wird dann regelmäßig per Schiff geleert, die Ausbeute wird an Land gebracht und dort an geprüfte Recycling-Unternehmen verkauft. Seetiere können das Konstrukt einfach umschwimmen oder unter ihm hindurch schwimmen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten kann die Organisation im Oktober 2019 zum ersten Mal nachhaltigen Erfolg mit ihrem System 001/B verzeichnen, nachdem der Vorgänger , von der Crew liebevoll Wilson getauft, Ende 2018 aufgrund etlicher Fehlfunktionen in den Hafen von Hawaii zurückkehren musste.

Zusätzlich enthüllte The Ocean Cleanup am 26. Oktober 2019 den Interceptor. Mit ihm bietet die Firma eine realistisch Lösung zum Filtern von Plastik direkt aus den Flüssen, welche das Plastik dann über teilweise tausende von Kilometern mitschwemmt und es letztendlich erst im Meer enden lässt. Diese Technologie ist in hohem Maße revolutionär, da 80% des Plastiks  welches in den Meeren landet, durch weltweit nur etwa 1000 Flüsse seinen Weg dahin bahnt und sich der Inceptor massenhaft produzieren lässt. Das Unternehmen verspricht sich deshalb einen effektvollen Einsatz in Flussdelten weltweit.

https://assets.theoceancleanup.com/app/uploads/2019/10/1908-MALAYSIA-1099294-640×427.jpg

2. Seabin Project

Dieses Unternehmen kümmert sich um das Einsammeln von Plastik aus Hafenbecken. Der sogenannte Seabin ist eine Art Unterwassermülltonne welche das umliegende Wasser hydraulisch ansaugt und filtert. Das Plastik bleibt in einem etwa einem Meter tiefen Zylinder hängen, währen das gereinigte Wasser wieder ausgestoßen wird. Die Seabin sind frei verkäuflich, kosten etwa 1000 € und mit elektrischem Strom betrieben. Aus eben diesem letzten Grund müssen sie auch in Hafenbecken fest installiert werden. Hinzukommt, das die Firma empfiehlt den Eimer einmal täglich zu lehren, da die Technologie sonst zu Verstopfung und Überlaufen neigt. Ein einziger Seabin ist in der Lage innerhalb eines einzigen Jahres über eine Tonne Plastik zu sammeln. Er wird in den Ecken der Hafenbecken montiert, da sich dort schon von Natur aus der Abfall sammelt. Der aktuellste Prototyp ist zusätzlich mit einer Membran ausgestattet, die auch in der Lage sein soll Mikroplastik und Ölreste aus dem Wasser zu filtern. Hier findest du, wie so etwas dann aussieht.

Zusätzlich zu mittlerweile zahlreichen Projekten zum Befreien der Meere von Plastik, finden sich aktuell immer mehr Alternativprodukte zu Einmalgegenständen wie Strohhalmen, dünne Plastiktüten und Plastikflaschen.

Alles in allem lässt sich also sagen, dass momentan so einiges ändert und verbessert. Auch beschäftigen sich immer mehr Menschen mit der Problematik und die Präsenz in den Medien steigt. Momentan befinden sich zumindest die westlichen Industrienationen auf dem richtigen Weg, Klimaschutz liegt im Trend und auch das Erhalten des Ökosystems Meer ist dank Organisationen wie beispielweise Greenpeace, WWF und Nabu populärer denn je. Diesen Trend gilt es jetzt zur Norm zu machen.

Fotos: Unsplash, Wikipedia, The Ocean Cleanup

Point of PrevYou – Forum für den jüngsten deutschen Film

  •  Du hast Bock, in der PrevYou-Jury die Filme auszuwählen, die wir auf dem Forum zeigen?
  •  Videos / Fotos / Texte für unser Social Media zu produzieren?
  •  Die Dramaturgie des Forums auszuhecken?
  •  Oder die Talkrunden mit Filmemacherinnen, Dozenten & TV-Produzent*innen vorzubereiten, um ihre Berufsgeheimnisse herauszukitzeln?
  • Oder ganz einfach, aber genau so wichtig: Plakate kleben & Flyer verteilen!

Komm am Donnerstag, 20. Februar um 15:45 ins Café/Bäckerei Am Friedrichshain (Am Friedrichshain 35, Berlin-Prenzlberg) & bring deine Freunde mit!! Wenn du dabei sein willst, aber zu dem Treffen nicht kommen kannst, melde dich bei uns über info@prevyou.de! ❤

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An alle, die 2019 noch nicht dabei waren (welcome!! ❤), hier alle Infos kompakt:

Am 25. April 2020 veranstalten wir im Kino BABYLON in Berlin-Mitte zum zweiten Mal das „Point of PrevYou – Forum für den jüngsten deutschen Film“.  Erneut wollen wir an diesem Nachmittag und Abend kinobegeisterte Oberschüler und Filmstudierende der ersten Semester zum Schauen & Diskutieren zusammenbringen. In den beiden Kinosälen 2 und 3 werden wir dazu wieder Schüler-, Bewerbungs- und Studentenfilme zeigen, über diese diskutieren und Experten aus Film und Medien rund um den Einstieg in Studium und Berufsleben befragen.

Unterstützt werden wir auch 2020 vom Jugend-Demokratiefonds Berlin und dem Förderverein der Kurt-Schwitters-Schule. Da die 68 Plätze in Saal 2 vergangenes Jahr zu knapp waren, haben wir dieses Jahr zusätzlich Saal 3 und insgesamt mehr Zeit, um mehr Filme und ausführlichere Talkrunden zu präsentieren!

Infos: PrevYou.de

Die PrevYou im tip Berlin & in der zitty

 

 

 

11 Gründe, beim schulinternen Literaturwettbewerb mitzumachen

Es ist wieder so weit: Auch in diesem Jahr veranstaltet die Kurt-Schwitters-Schule einen Wettbewerb – bei dem alle Schüler*innen ihre Fantasie- und Schreibfähigkeiten unter Beweis stellen und Preise gewinnen können.

1. Hä? Wer soll schreiben?
Alle. Egal, wie alt oder in welcher Klasse Du bist, Du kannst einen Text verfassen und einreichen. Auch auf Portugiesisch.

2. Okay. Und worüber soll ich schreiben?
Unser Motto ist „Welt der Wunder“. Alles, was Dir zu diesem Thema einfällt, ist kannst Du uns schicken. Das kann ein krasses Erlebnis sein, das für Dich ein Wunder war oder ganz anders: Eine Geschichte über die Welt, wie Du sie Dir eigentlich wünschst.

3. Ich kann aber nicht schreiben!
Das ist erstmal egal; probier es trotzdem. Wir freuen uns über jeden Text, der eingereicht wird. Schlechte Texte gibt es nicht.

4. Aha, okay. Wo kann ich denn einreichen?

Dafür gibt es drei Möglichkeiten:

  1. Wenn Du den Text per Hand schreibst, gib ihn bei den Sozis ab (in Haus 1 oder Haus 2).
  2. Schreibe den Text am Rechner, drucke ihn aus und? Genau. Gebe ihn bei den Sozis ab.
  3. Schicke den fertigen Text an literaturwettbewerb@kurt-schwitters.schule

Name und Klasse nicht vergessen! ¯\_(ツ)_/¯¯

5. Na klar, ich bin doch nicht blöd. Wie lange habe ich denn noch Zeit?
Einsendeschluss ist der 19.02.2020

6. Okay, das ist ja schon bald, da muss ich mich jetzt beeilen. Aber hey, warum soll ich das überhaupt machen?
Jetzt kommt das Beste: Die Preisverleihung. Diese findet am 2. März 2020 im Freizeitbereich (Haus 2) um 13 Uhr statt.

7. Und kann man da auch etwas gewinnen?
Ja klar! Und zwar: Bücher! Oder sogar Gutscheine für Bücher!

8. Okay, so langsam habt ihr mich.
Wir haben auch eine Jury, die sich aus einem Gremium von Schüler*innen zusammensetzt, die sich jeden Text durchlesen und dann die ersten drei Plätze auswählen.

9. Wird dann mein Text vorgelesen, wenn ich gewinne?
Nicht nur dann. Denn jede*r darf seinen*ihren Text in gemütlicher Runde vorlesen.

10. Niiiiice. Aber da werde ich bestimmt Lampenfieber haben.
Kein Problem.. Du kannst, aber Du musst Deinen Text nicht vorlesen. Das kannst Du auch spontan entscheiden. Übrigens: Evtl. kommt sogar die Presse vorbei, um die Preisverleihung zu dokumentieren.

11. Whohooo!
Genau. Das denken wir auch.

Foto: unsplash

So verbessern wir unsere Schule (und viele weitere Neuigkeiten)

Wie kann man unsere Schule in verbessern? Diese Frage stellen sich regelmäßig einige Schüler und Schülerinnen der Kurt-Schwitters-Schule.

Sie wollen mit Eigeninitiative unsere Schule und eure Schulzeit in vielerlei Hinsicht verbessern, attraktiver gestalten und verändern. Um diese Veränderungen nicht zu verpassen, wird hier auf qurt.news jeden Monat ein Rückblick erscheinen, indem alle Neuheiten und zukünftliche Aktionen kurz und kompakt zu lesen sind.

Nach Worten folgen Taten. In der Vergangenheit wurde viel geredet und jetzt geschieht auch was, die Kurt Schwitters Schule wird klimafreundlicher, dafür setzt sich eine kleine Gruppe von Schüler*innen jeden Mittwoch im Freizeitbereiche von Haus 2 um 15:45 ein. Sie wollen, dass unsere Schule weniger CO2 verbraucht, deshalb gibt es ab sofort jeden Montag ein veganes Gericht.

Außerdem wollen sie, dass unsere Schule ihren Strom aus Öko-Strom bezieht und den Müll trennt (wir halten euch bei diesem Thema immer auf dem laufenden).

Und: Wie wäre es, eine Welt nach deinen Wünschen, Träumen und Visionen zu kreieren, wo es keine Krieg gibt oder deine Lieblings-Serie auf Netflix immer eine neue Staffel parat hat? Das kannst du alles beim jährlichen Literatur-Wettbewerb beschreiben.

Dieses Jahr steht alles unter dem Motto „Welt der Wunder“. Du kannst noch bis zum 9.2.2020 deinen Gedichte, Kurzgeschichten oder andere Textarten bei den Sozialarbeiter*innen einschicken und Anfang März bei den Vorträgen und der Preisvergabe dabei sein. Einreichungen können sowohl auf portugisisch als auch auf deutsch gemacht werden.

Weitere Informationen im Schnellüberblick:

– Essen wird wegen mehr Bioanteilen teurer
– BSA organisiert einen Klimakongress
– Projekt Woche organisieren Ansprechpartnerin Claudia

Text: Pavel (9.5), Foto: Unsplash

Ein großer Erfolg mit Rückschlägen: Der Transrapid

Der Transrapid war eine in Deutschland entwickelte Magnetschwebebahn für den Hochgeschwindigkeitsverkehr. Geplant und entwickelt wurde der Transrapid von der Siemens AG und der ThyssenKrupp Transrapid GmbH.

Im Jahre 1979 wurden erste Prototypen vorgestellt, 1991 wurde die Anwendungsreife dann anerkannt. Die Magnetschwebebahn wurde auf der Transrapid-Versuchsanlage Emsland (TVE) getestet, diese Versuchsanlage ist 31,8 Kilometer lang und steht heute immer noch.

Die Versuchsanlage im Emsland besteht aus einem einspurigen, geraden Streckenabschnitt. Die Strecke hat jeweils im Norden und im Süden eine Schleife mit jeweils einer Weiche, so dass die Strecke im Ring verkehr befahren werden kann.

Der Transrapid ist innerhalb von 60 Sekunden in der Lage aus dem Stand auf 200 km/h und kann dann in weiteren 60 Sekunden auf 400 km/h beschleunigen. Für eine Beschleunigung von 0 km/h auf 300 km/h braucht der Transrapid rund 4 Kilometer/30 Sekunden, der ICE 3 hingegen braucht rund 18 km/324 Sekunden.

Die Rekordgeschwindigkeit die der Transrapid erreichte, wurde am 20.04.2015 auf einer Teststrecke gefahren, die Magnetschwebebahn erreichte eine Geschwindigkeit von 603 km/h. Im Linienverkehr beträgt die Geschwindigkeit allerdings maximal 430 km/h.

Doch dann kam der Unfall, Besucher konnten auf der Teststrecke im Emsland hin und wieder bei Testfahrten mitfahren, eine Fahrt dauerte cungefähr 10 Minuten und kostete 18€ pro Person, der Forschungsbetrieb ging natürlich vor, am 22. September 2006 kam es auf der Transrapid-Versuchsanlage-Emsland zu dem damals folgenschwersten Unfall weltweit einer Einschienenbahn.

An diesem Morgen sollte der Transrapid mit einer Besuchergruppe die Teststrecke befahren, auf dieser Fahrt waren 31 Passagiere an Bord, da dies die erste Fahrt an dem morgen war fuhr er nur mit 170 km/h, machte eine geplante Notbremsung wie jeden Morgen, und fuhr dann normal weiter.

Allerdings hatten zwei Arbeiter einen Werkstatt Wagen auf der eingleisigen Strecke stehen gelassen und den Streckenabschnitt für den Transrapid nicht gesperrt, wie es ihm vorgeschrieben war. Die Leitstelle schaltete den Strom für die Strecke frei und der Transrapid fuhr los.

Wenig später betätigte jemand die Notbremse, der Magnetschwebezug prallte 25 Meter danach auf das Werkstattfahrzeug, der Werkstattwagen wurde durch den Aufprall auf den Transrapid gehebelt und riss das Dach des Transrapides ab, das Fahrzeug wurde unter dem Werkstatt Wagen zusammengepresst.

Es starben bei diesem Unfall 23 Menschen und 11 weitere wurden verletzt. Nach und nach wurden alle Transrapid Projekte in Deutschland begraben, so wie der Metrorapid welcher zwischen Düsseldorf und Dortmund verkehren sollte.

Die einzige kommerziele Schwebebahnstrecke steht in Shanghai,  dort fährt der Transrapid mit dem Namen “Maglev”, die Trecke ist ist insgesamt 30 Kilometer lang, diese Strecke verbindet einen Außenbezirk mit dem Flughafen in Pudong.

Der Maglev in Shanghai ist allerdings für die Einwohner nicht wirklich interessant, da die U-bahn viel günstiger ist, die Schwebebahn ist also nur für Touristen wirklich eine Attraktion.

Text: Philipp (9.6); Foto: zieak

Das Kleben ist schön!

Hey Leute,

 

Ich suche dringend Helfer*innen, um Berlin zu “plakatieren”. 

 

Warum?

Am 25. April 2020 findet zum zweiten Mal die “PrevYou” im Kino “Babylon” statt. Das ist ein Filmforum von und für Künstler*innen und welche, die es noch werden wollen. 

Damit wir auch genug Programm haben, suchen wir aktuell Filmemacher*innen, die Interesse daran haben ihren Film der Masse zu präsentieren. 

Dies wollen wir durch eine große Flyeraktion erreichen!

 

Also mach mit und verschönere durch unsere Flyer und Plakate die Stadt!

 

Bist Du dabei? Oder hast du noch Fragen? 

Dann melde dich bei mir (Felix 11.3) oder schreib eine Mail an: prevyou@felixstruempel.com 

Mehr Infos zum Projekt auf www.prevyou.de

Das bedeutet Weihnachten für uns

Pavel (9.5): Ich bin froh, wenn die ganze Weihnachtszeit, und vor allem die Werbung, vorbei und wieder neuralität einkehrt. Machmal denke ich, dass der Weihnachtsmann nur für Coca Cola erfunden wurde, um noch mehr Geld zu schäffeln und den Leuten das Geld aus den Taschen zu ziehen (und wenn das wirklich das Ziel von Coca Cola war habe ich großen respekt).Ehrlicher Weise muss ich auch gestehen, dass mich die Weihnachtszeit packt und ich mich freue, wenn der Geruch von Plätzchien am 24 in mein Zimmer hervorkommt und der Tannenbaum geschmückt vor dem Kamin steht. Die ganze Familie versammelt Karten spielt, isst und trinkt. Die Urgroßeltern erzählen Geschichten aus der alten Zeit und man spielt mit den neuen Geschenken.

David (9.6): Weihnachten bedeutet für mich Freude, weil die Familie zusammen kommt, um ein besonderen Tag zu feiern, an dem ich und meine Familie Zeit verbringen und zusammen Stockfisch essen. Mir ist es egal, wenn ich keine Geschenke bekomme, denn was für mich zählt ist die Familie und tolle zeit mit meiner Familie zu verbringen. von

Georg (9.3): Ich finde Weihnachten toll, weil das ein Fest der Freude ist an dem man mit seiner Familie und (oder) seinen Freunden sorglos Zeit verbringen kann. Man vergisst all seine Probleme und hat einfach einen schönen Tag. Dabei finde ich, dass Geschenke zwar ein netter Bonus, aber nicht das wichtigste sind. Schließlich ist der Tag und die Zeit die man mit seiner Familie/Freunden verbringt ein Geschenk an sich. Ich wünsche jeder Person, die das liest damit sie Weihnachten genau so verbringt wie sie es sich vorstellt.

Julius (7.1) HI!!! ich find weinachten ok. man kann viel mit femeli (Familie) machen abeer nie mit allen. das ist bei mir so ein teil unter halb DE einer im oberen Bereich. ich bin erlich ich glaube nicht an Gott und feiere nur zum esen,gechenke u.s.w. esd ist schööööööööön mit einander unt einem teiel der familie

Lucas (9.3) Weihnachten ist für mich Freude, weil man mit seiner ganzen Familie zu Hause ist und was unternimmt, man vergisst die Probleme die man hat, Geschenke sind nicht so wichtig aber es ist toll wenn man anderen aus der Familie was schenkt – und die sich freuen. Aber das wichtigste ist, dass die Familie gesund bleibt und das man mit der Familie zusammen ist.

Thomas (7.2): Weinachten heißt für mich viele dinge, aber hauptsächlich Familie. Weil man sieht vielleicht ein Onkel oder Oma mal wieder. Einer meiner Lieblings Weinachts Traditionen ist Plätzchen backen. Auch ein Haufen Lehrer sind krank und man kann sich gemütlich ins Bett kuscheln weil es so kalt ist. Aber der beste Teil von Weihnachten sind die Geschenke.

Philipp (9.6) Weihnachten heißt für mich viel Zeit mit meiner Familie zu verbringen, bei uns gibt es kein spezielles Weihnachtsessen aber wir kochen immer etwas leckes und backen noch Kekse. Am Abend essen wir dann zusammen und geben uns gegenseitig Geschenke, ich wünsche mir nur dinge die ich wirklich brauche. Ich verbringe immer abwechselnd ein Jahr in Berlin und ein Jahr bei meinem Vater im Ruhrgebiet.

Herr Rösler und der Mauerfall (Folge 1)

Der Mauerfall hat vor 30 Jahren das Leben der Menschen drastisch verändert. Sie mussten neue und alte Herausforderungen meistern. Sind sich die Menschen nach 30 Jahre Wiedervereinigung näher gekommen? Diese Frage stelle ich einem Menschen, der den Mauerfall hautnah mit erlebt hat: Herr Rösler ist Deutsch-, Ethik, Geographie- und Geschichte-Lehrer an unserer Schule. Er war 23 Jahre alt und lebte in Ost Berlin um zu Studieren, als Deutschland vereint wurde.

Wie lief ihr Abend des 09.11.1989 ab und wie haben sie vom Mauerfall erfahren?

Ich habe am 09.11.1989 vom Mauerfall überhaupt nichts mitbekommen, ich habe am Schreibtisch gesessen und habe mich auf eine Unterrichtsstunde vorbereitet. Ich habe weder Radio gehört oder Fern geschaut und nichts mitbekommen. Meine Frau und ihre Mutter waren im Französischen Kulturzentrum und ihnen ist aufgefallen, dass so viele Menschen unterwegs waren, konnten sich das aber nicht erklären.

Vom Mauerfall erfahren habe ich am nächsten Vormittag in der Uni. Da kamen andere Studenten und haben davon berichtet. Ich habe es zunächst nicht geglaubt und als es mit klar war, war ich praktisch veranlagt und wollte gleich die Gelegenheit nutzen, um in den Westen zu gehen und mir das Begrüßungsgeld, also die Hundert DM, abzuholen. Ich habe das sogar richtig offiziell gemacht und habe mir ein Visum geholt.

Es waren Hunderte Menschen die dort anstanden, diese haben dann in ihren Personalausweis einen Visum stempeln lassen. Das für mehrere Ein- und Ausreisen galt, weil ich mir nicht sicher war, ob diese Möglichkeit des Grenzübertritts so bleibt. Erst nachher bin ich dann über den Übergang Heinrich Heine Straße nach Kreuzberg gegangen; das war am 10.11.1989.

Wie hat sich ihr Leben nach dem Mauerfall verändert?

Mein Leben hat sich eigentlich überhaupt nicht verändert. Ich bin weiterhin Student geblieben hab mein Studium 1991 zu Ende geführt, da gab es die DDR nicht mehr. Es hat es sich in den Studien Inhalten relativ schnell einiges geändert und die hauptsächliche Veränderung war dann, dass ich nach dem Studium nicht an die Schule gehen konnte, sondern noch zwei Jahre ein Referendariat absolvieren musste, weil das System an die Bundesrepublik abgepasst wurde. Und das habe ich dann als sehr ungerecht empfunden, weil ich das gesamte fünfte Studienjahr schon Unterrichtserfahrung gesammelt hatte.

Was könnte die Politik noch verändern, dass sich Osten und Westen Wirtschaftlich näher kommen?

Das ist eine relativ schwierige Frage. Das Hauptproblem der durch den Mauerfall entstanden ist, ist die weitgehende Entindustrialisierung in den Östlichen Bundesländern. Wir haben heute natürlich sehr gut sanierte Fußwege, Straßen und Häuser im Osten. Aber das Problem ist natürlich, dass es zu wenige Arbeitsmöglichkeiten gibt und dadurch die Abwanderung von Ost nach West immer noch besteht.

Finden sie, sie haben sich gut in die Bundesrepublik eingefunden?

Ich habe danach 20 Jahre im Westteil Berlins gearbeitet, für mich war das nie ein Problem für mein Umfeld auch nicht, dass ich sozusagen als „Ossi“ plötzlich im Westen gearbeitet habe. „Ja“ kann ich sagen ich habe mich integriert. Meine Herkunft will ich nicht verleugnen, muss ich auch nicht – und dazu stehe ich auch. Für meine Generation war es eigentlich relativ günstig.

Hier muss man natürlich unterscheiden, die Generation meiner Eltern ist natürlich durch die Ereignisses des Mauerfalls erheblich in ihren Biografien beschädigt worden. War bei meinen Eltern auch so, sie sind unmittelbar nach der Wende arbeitslos geworden. Und am Beispiel meiner Mutter habe ich das gemerkt. Mit 48 ist sie Arbeitslos geworden und hat nie wieder eine reguläre Arbeit bekommen können.

Und so ist es  Hunderttausenden ergangen. Für diese Generation ist natürlich der Mauerfall nicht nur ein positives Ereignis.

Wo würden Sie stehen, wenn es denn Mauerfall nicht gegeben hätte?

Ich würde wahrscheinlich heute irgendwo in Mecklenburg sein. Lehrer wäre ich wahrscheinlich geworden. Ich hätte mein Studium abgeschlossen. Danach musste man sich verpflichten, drei Jahre lang dahin zu gehen, wo man gebraucht wird. Die Humbold Uni hatte nach Mecklenburg eine ganze Menge Plätze zu belegen.

Sind die Vorurteile von Menschen die im Osten und Westen gelebt haben stimmig?

Das Wort Vorurteile sagt ja schon, dass es eine falsche Aussage ist. Natürlich gibt es Unterschiede. Zu diesen kann man auch stehen. Die Menschen haben unterschiedliche Entwicklungen durch gemacht, dadurch haben sie auch auf die Ereignisse unterschiedliche Blicke.

Diese Vorurteile sind eine Generationen-Frage und werden erst mit euer Generation verschwinden. Natürlich hat man irgendwelche Gedanken, ich versuche mich dann auch immer wieder zu reflektieren – und dass man Menschen nicht mit Vorurteilen begegnet sollte.

Bei mir im Freundeskreis macht es gar keinen Unterschied ob jemand aus dem Osten oder Westen kommt. Wenn dann jemand Wörter anders ausspricht, weiß man sofort: Du hast ja auch die gleiche Zeit im gleichen System genossen. Da ist Berlin auch nochmal etwas besonderes, weil du dort einen starke Vermischung hast. Das ist natürlich in Sachsen anders, wo relativ wenige Westler wohnen.

Hat man schon einige Tage vorher gemerkt, dass bald etwas passiert?

Dem Sonnabend davor, am 4.11.1989, war eine große Demonstration am Alexanderplatz. Ich weiß nicht, wie viele hunderttausende Menschen dort waren. Ich bin ganz ehrlich: Ich bin nicht hingegangen, ich hatte keine Lust auf solche große Demonstrationen. Es waren so viele, die passten auf den Alexanderplatz und die Umgebung gar nicht mehr drauf.

Da ging es natürlich um Reisefreiheit, Pressefreiheit und das man in seinem Persönlichkeitsrecht nicht so eingeschränkt war, also das, was die Menschen erhofft haben. Die Oberen der DDR haben diese Situation nicht erkannt und die Leute hatten die Nase voll. Es ging nicht um Vereinigung. Es ging den Leuten um Verbesserung der DDR.

Dort haben viele Prominente der DDR gesprochen, manche Personen wurden dort ausgebuht. Z.B. Markus Wolf, Chef des Außen-Geheimdienstes. Er hatte einen schweren stand, die haben ihn ordentlich ausgebuht. Er hat trotzdem gesprochen.

Danke für das Interview. Teil 2 folgt. 

Interview: Pavel (9.5)

Herr Rösler und der Mauerfall (Folge 2)

In Folge 1 des Interviews gab es noch viel mehr zu erzählen, als in einen Artikel gepasst hätte. Deshalb kommt nun Folge 2 aus dem Interview und Herr Rösler kommt ausführlich zu Wort. 

Ich habe über den Mauerfall sehr viel diskutiert. Mit meiner Frau und Freunden, manches ist davon gar nicht so leicht zu beantworten. Die Reisefreiheit war natürlich etwas angenehmes. Hätte man damals im November gewusst, wie es kommt, weiß ich nicht, wie man sich verhalten hätte. Denn das hat doch ganz tiefe Einschnitte gegeben.

Diese Entscheidung, dass Ost gegen West Geld im Verhältnis 1 zu 1 und 2 zu 1 getauscht wurde erschien erstmal sehr angenehm. Es kamen aber viele Probleme deswegen, weil ja nicht nur das Geld so gewechselt wurde, sondern auch die Schulden. Die hatten dann plötzlich auch 50 % ihrer Schulden in West-Mark. Der Umsatz ist eingebrochen. Und das hätte nicht so sein müssen.

Damit hat man auch die ganze Wirtschaft der DDR kaputt gemacht. Und das Schlimme: In Geschichtsbüchern, wenn es um Wirtschaft der DDR geht, tauchen immer wieder die gleichen Bilder der rostigen Betriebe auf, wo es überall raustropft und wo alles zusammen fällt. Das ist aber nur ein Teil der Wahrheit. Es gab natürlich genauso Betriebe, die hochmodern waren. Ich hab auch einige dieser Betriebe gesehen und auch in welchen gearbeitet, wo hochmodere Maschinen aus der Schweiz gestanden haben.

Es war auch so, dass man natürlich aus der wirtschaftlichen Sicht der Bundesrepublik sich gefreut hat, dass man 17 Millionen mehr Menschen hatte, die etwas einkaufen konnten. Aber sie wollten deren Industrie nicht, weil es Konkurrenz ist. Ich komme aus einer Textilregion und die hat man völlig platt gemacht.  Aus meiner Sicht war es auch eine Lüge, dass man immer sagt man hat ja gar nicht gewusst wie die DDR Wirtschaft war. Das ist Unsinn zur Vereinigung wäre es gar nicht gekommen, wenn man Wirtschaftlich gesagt hätte das Lohnt sich für uns.

Es ist auch nicht so, dass alle Produkte nicht mehr abgekauft wurden. Natürlich sind alle lebensmittelverarbeiteden Betriebe eingegangen, weil aus heutiger Sicht die Leute zu ,,blöde” waren und die bunte Westmilch gekauft haben. Und die Vollmilch aus der Molkerei von neben an nicht. In der Region aus der ich komme gab es einen Betrieb, der Kleinelkawes herstellte. Die hießen „Robur“, waren in Afrika sehr beliebt, weil sie besonders robust waren.

Die Auftragsbücher waren für die nächsten fünf Jahre voll. Diese sind dann zu Mercedes gewandert, und die konnten dann die Fahrzeuge liefern. Die Firma war ein halbes Jahr danach tot. Und solche Dinge hat es oft gegeben.

Die Menschen haben natürlich nicht gesehen, was das für einen Rattenschwanz nach sich zieht, weil sie ganz verrückt darauf waren, zu reisen und Bananen zu essen. Das heißt natürlich nicht, dass ich jetzt sage: Ich will die Zeit zurück drehen, dass gibt es sowie so nicht. Dort sind unheimlich viele Fehler gemacht worden und diese haben jetzt natürlich Auswirkungen.

Der Generation meiner Eltern wurde die Lebensleistung abgewertet. Da hat man immer gesagt: ,,Die im Osten, die im Osten, alles schrecklich und so.” Diese Leute haben 40 Jahre in diesem Staat gelebt. Und die konnten es sich mal nicht aussuchen, wo sie geboren wurden. Die bundesdeutsche Wirtschaft hat unheimlich davon profitiert, dass es den Osten gegeben hat. Wir waren sozusagen das China der Bundesrepublik vor der Wende.

Das, was jetzt mit China oder mit Bangladesh passiert, das war damals mit dem Osten. Zum Bespiel Strumpfhosen haben in der DDR 15 Mark gekostet. Dafür hat meine Mutter 4-6 Stunden gearbeitet. Die gleiche Hose wurde in die Bundesrepublik maximal für 15 Pfennig West verkauft. Die DDR war früher ein Billiglohnland für die Bundesrepublik.

Die DDR hatte auch Positives. Man konnte zum Beispiel für 50 Pfennig Mittags in der Schule essen. Ein Schulbuch hat nur 1.50 gekostet und nicht wie heute für 25 Euro. Früher konnten alle eine guten Bildung genießen. Man kann nicht bei allen Sachen eine Schwarz-Weiß-Malerei machen.

Natürlich war die DDR auch eine Diktatur, weil eine Meinung herrschte – und jemand, der abwich konnte bestraft werden. Aber es stand nicht immer die Stasi hinter mir, natürlich haben sie versucht einige Sachen zu beobachten und haben spioniert. Das wusste man auch, wenn man sich damit beschäftigt hat.

Ich habe ein paar mal diese Situation erlebt, dass Leute mich ausfragen wollten, die mich gar nicht kannten. Wo ich dann überlegt habe: Warum sind die gerade so freundlich zu mir? Ein mal hat mich jemand gefragt ob ich über die Grenze gehen möchte. Das war natürlich eine Falle und darauf habe ich mich auch nicht eingelassen, weil mir das klar war. Trotzdem war der Alltag nicht nur grau und hässlich. Die Leute haben auch gearbeitet und gelebt.

Dann sagt der Westdeutsche wieder: ,,In den Osten ist so viel Geld geflossen in den 90er Jahren.” Da haben sie auch recht. Da sind auch total idiotischen Sachen mitgemacht worden, in jedem Dorf gibt es eine Straßenbeleuchtung, die die ganze Nacht leuchtet.

Ich verstehe nicht, warum die AfD in Gebieten so viel Zustimmung erfährt, die wirtschaftlich stark dastehen, z.B in Usedom. Wenn das in Sachsen-Anhalt ist, wo es keine Industrie gibt und wenig Arbeitsplätze, kann ich mir das eher vorstellen.

Ich selber bin in gewisser Hinsicht ein Gewinner der Vereinigung, weil ich ein Lehrer geworden bin, der in der Bundesrepublik ganz anders bezahlt wird. Für meine Eltern war es traumatisch.

 

Interview: Pavel  (9.5)

 

 

Die PrevYou kommt zurück!

Am Samstag den 25. April 2020 kommen wir wieder ins Kino Babylon in Berlin! Über ein Jahr nach unserem Debüt im Januar 2019 laden wir wieder zu einem Tag voller jugendlicher, filmerischer Meiterleistungen ein.

Seit gut 2 Jahren organisieren sich unter dem Namen Point of PrevYou filmbegeisterte Schüler/innen, Studienbewerber/innen und Studierende in den Bereichen Regie, Kamera und Produktion und etablieren ein Forum für den jüngsten deutschen Film.

1. PrevYou am 12. Januar 2019

Wir zeigen ausgewählte Schulprojekt-, Bewerbungs- und Studierendenfilme und unterhalten uns mit euch darüber! Ab dem 1. April 2020 könnt ihr dann auch eure selbst produzierten Kurzfilme bei uns einreichen. Es werden Gespräche über den Weg zum Berufsstart und inspirierende Talkrunden über filmrelevante Themen geführt und die Vernetzung der jüngsten Filmmacher gefördert.

Also schaut am 25. April 2020 mal im Kino Babylon vorbei und entdeckt den jungen Film mit uns völlig neu!

Wir freuen uns auf euch,

die PrevYou-Crew 🎬

 

Infos, Karten und Filmeinreichungen:

www.prevyou.de

E-Mail: info@prevyou.de

Instagram: prevyou.de

Zivilcourage in der U-Bahn

Viele Menschen haben sich in der U-Bahn schon einmal oder mehrmals bedroht gefühlt. Aber wie viele denn genau? Im Deutsch-Lehrbuch der 8. Klasse der Kurt-Schwitters-Schule (KSS) ist ein Kreisdiagramm angegeben, nach dem sich 24% der Befragten schon einmal bedroht gefühlt haben. Das ist fast ein Viertel – jede vierte Person also!

Alarmiert durch diese Zahl haben wir zu diesem Thema an unserer Schule eine Umfrage durchgeführt. Das Ergebnis unserer Umfrage war sogar noch dramatischer: 43% der 54 Befragten fühlten sich mindestens schon einmal bedroht. Das ist fast die Hälfte! Laut der gleichen Umfrage waren sogar 32% der Befragten schon einmal Zeuge einer Straftat und 15% wurden selbst schon einmal zum Opfer einer Straftat in der U-Bahn.

Die Ergebnisse der Umfrage sind hochaktuell, da die diese Umfrage im September 2019 an der Kurt-Schwitters-Schule durchgeführt wurde. Laut Kriminalstatistik der Berliner Polizei wurden im Jahr 2016 in der Berliner U-Bahn 16960 Straftaten registriert. Das sind 10,9% mehr als im Vorjahr. Um zu vermeiden, dass so viele Straftaten geschehen, muss man Zivilcourage zeigen.

Doch was ist Zivilcourage eigentlich genau?

Die Bedeutung, die der Duden vorschlägt lautet: ‚Mut im bürgerlichen Leben‘. Das bedeutet in Bezug auf Straftaten in der U-Bahn: Eingreifen! Hilfe holen! – Ohne sich selbst zu gefährden. Die ‚goldenen Regeln der Zivilcourage‘ sollen helfen, damit die Hilfeleistung nicht für dich selbst gefährlich wird.

Die erste Regel lautet: Ich helfe, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen. Man sollte also bei einer Straftat eingreifen, dazu verpflichtet sogar ein Gesetz. Allerdings nur im Rahmen der eigenen Möglichkeiten. Manchmal reicht schon ein beruhigendes Wort, um die Lage zu lockern und zu entschärfen. Ein psychologischer Rat der Polizei besagt: Niemals den Täter duzen!

Die zweite Regel lautet: Ich fordere andere Personen aktiv und direkt zur Mithilfe auf. Durch das Eingreifen zusammen mit einer größeren Personengruppe ist man zum einen selbst besser geschützt und zum anderen können mehrere Personen häufig größere Autorität ausstrahlen.

Die dritte Regel kann eigentlich jeder befolgen, auch wenn man große Angst hat oder aus anderen Gründen nicht eingreifen will oder kann. Sie lautet: Beobachte genau. Präge dir Tätermerkmale ein. Jedes Detail ist wichtig. Für die nächste goldene Regel braucht man nicht mehr als ein Handy. Sie lautet:

Organisiere Hilfe unter Notruf 110. Besonders wichtig dabei ist die Klärung der Fragen: Was ist passiert? Wer sind die beteiligten Personen? Wo ist es passiert? Wann ist es passiert? Die fünfte Regel lautet: Kümmere dich um das Opfer. Wenn jemand verletzt ist, ist erste Hilfe die beste Hilfe. Die letzte Regel ist auch sehr wichtig und einfach zu befolgen: Stelle dich als Zeuge zur Verfügung. Viele Täter kommen ohne Strafe davon, weil sich Zeugen nicht bei der Polizei melden.

Jetzt weißt du was zu tun ist, wenn du eine Straftat beobachtest. Also greife das nächste Mal ein, denn Zivilcourage in der U-Bahn ist wichtig. Wenn einfach ein paar mehr Leute Zivilcourage in der U-Bahn zeigen würden, würde es weniger Straftaten geben und sich viele Menschen wohler fühlen.

Text: Helen (8.2) / Foto: Fabrizio Verrecchia

Warum Menschen die AfD wählen

„Der Einfluss des Islam wird in Deutschland zu stark“, sagen 92 Prozent aller AfD-Wähler*innen. Woher kommt diese Meinung? Gibt es den AfD-Wähler überhaupt? Eine einfache Antwort gibt es auf diese Frage wahrscheinlich nicht.

Schauen wir zuerst auf einige Fakten:

Die AfD ist inzwischen in allen Landtagen vertreten und hat in sechs Landtagen über 15 %  der Zweitstimmen erhalten. Die AfD Wähler*innen haben einen durchschnittliches Bildungsniveau und verdienen überdurchschnittlich viel.

Die Zustimmung ist im Osten fast doppelt so hoch wie im Westen Deutschlands. Auffällig sind dabei die 26 % der männlichen Zweitstimmen für die AfD. Interessant ist auch, dass die Wähler*innen der AfD zu 56 % eine Arbeit haben und nur 22 % arbeitslos sind.

Doch was bewegt diese Menschen?

Experten stellen fest, dass man von zwei unterschiedlichen Ursachen ausgehen kann. Im Osten spricht man hauptsächlich von einer festgesetzten Enttäuschung, die durch die Entscheidungen und Abläufe der Wendezeit geprägt wurde, wie zum Beispiel die End-Industrialisierung des Ostens.

Es kann aber auch der Grund sein, welcher eher den alten Bundesländern zugesprochen wird: Die Angst vor der Zukunft.

Wir leben aktuell in einer Zeit mit vielen Umbrüchen und Veränderungen in der Politik, im Klima und in der Wirtschaft, die durch die Globalisierung, Automatisierung und den Wechsel der führenden Wirtschaftsnationen verstärkt wird.

Wie geht man mit den vielen Veränderungen um und was tut die Politik dafür?

Viele Fragen, worauf die etablierten Parteien vermeintlich keine oder keine überzeugenden Antworten haben.

Dann kommt eine Partei, die die Themen der Unsicherheit anspricht, verstärkt und sich als „alternativ“ darstellt. Und dabei unter anderem die Lösungen an einem ganz einfachen Gegner festmacht – den Flüchtlingen.

Erstaunlich ist, dass es in manchen der Bundesländer gar nicht so viele Flüchtlinge gibt. Trotzdem holt sie die AfD ihre Wähler*innen mit Themen wie Terrorismusbekämpfung, Kriminalitätsbekämpfung und Stopp der Zuwanderung von Flüchtlingen ab.

Wenn die Zukunft ungewiss ist, hält sich der Mensch gerne an Altbewährtem fest. Das unterstreicht auch die Umfrage, in der 94 % der Befragten sagten, dass sie die Sorge haben, dass „sich unser Leben in Deutschland zu stark verändern wird.“

Diese Sorge, gepaart mit der Tatsache, dass 80 % der Befragten kein Vertrauen in unsere Demokratie haben und dem Gefühl der politischen Benachteiligung, bietet der AfD die Möglichkeit als „Retter“ dazustehen.

Ist eine Partei die vom Verfassungsschutz überprüft wird, eine „Alternative“? Behalten wir sie im Auge!

Text: Pavel (9.5) / Foto: Arnaud Jaegers

Autofreie Innenstädte

Eine autofreie Innenstadt oder ein autofreier S-Bahn Ring würden dazu führen, dass weniger Abgase in der Luft liegen, die Einwohner so, unter anderem, weniger erkranken und die Luft deutlich angenehmer werden würde.

Durch autofreie Innenstädte hat man auch Flächen, die früher durch Parkhäuser und Parkflächen besetzt wurden, zur Verfügung. Allerdings argumentieren viele damit, dass es für ältere Menschen/körperlich eingeschränkte Menschen umständlicher sein würde, was natürlich auch stimmt.

Ältere Menschen fahren mittlerweile aber sowieso oft mit dem Fahrrad/E-Bike oder nutzen eher die öffentlichen Verkehrsmittel als mit einem eigenem Auto zu fahren.

Der ganze Lärm und die Abgase welche durch die Autos entstehen, setzen die Einwohner oftmals unter Stress, dies könnte man durch eine autofreie Innenstadt verringern. Für die Wirtschaft hat es allerdings größere Folgen, da sich viel weniger/keine Leute mehr ein Auto kaufen würden.

Text: Philipp (9.6) / Foto: Flo Karr / Quellen: Open Petition

Gemeinsam gegen Diskriminierung!

‚Schule ohne Rassismus Schule mit Courage‘, ein Spruch, den ihr bestimmt schon mal gehört habt. Dieser Spruch steht nämlich zum Beispiel an unserem Schultor, Leute tragen ein T-Shirt, auf dem dies steht oder verteilen Sticker. Aber was bedeutet dieser Spruch überhaupt?

Besonders wichtig ist es, dass ihr den Begriff Rassismus kennt, denn der wird euch leider noch öfter begegnen. Rassismus bedeutet, dass Menschen andere Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion oder Hautfarbe diskriminieren, beleidigen, ausschließen und ähnliches.

Das zweite Wort, das euch vielleicht unbekannt ist, ist Courage. Es bedeutet Mut zu haben, sich einzusetzen und etwas zu tun, wenn man das Gefühl hat, dass jemand zum Beispiel ungerecht behandelt wird.

Vielleicht fragt ihr euch jetzt, was diese Wörter mit unsere Schule zu tun haben. Es ist leider so, dass an vielen Schulen Leute diskriminiert werden ( vermutlich oft dann aus dem Grund, dass SchülerInnen nicht richtig über Themen wie ‚Rassismus‘ aufgeklärt sind). Das führt oft zu Mobbing, was Menschen innerlich zerstören und Depressionen auslösen kann.

Um das zu vermeiden, hat man sich das Projekt ‚Schule ohne Rassismus Schule mit Courage‘ ausgedacht. Das ist übrigens kein einfacher Spruch, sondern eine Plakette, die eine Schule auszeichnet für Aktivitäten und Aktionen gegen Rassismus. Es soll Kinder, Jugendliche, Lehrer und Lehrerinnen dazu motivieren, etwas gegen Rassismus zu tun und Courage zu zeigen. Das Klima an der Schule zu bessern und Menschen aufzuklären.

Um diese Plakette zu bekommen muss man verschiedene Dinge tun, die sich nicht nur auf die Vergangenheit sondern auch auf die Zukunft beziehen. Unterschiedliche Projekte sollten veranstaltet werden, man sollte sich aktiv gegen Rassismus und für Courage einsetzen. Die Plakette verpflichtet jeden und jede SchülerIn aktiv mitzuhelfen und gegen Rassismus und jegliche Form von Diskriminierung anzukämpfen und nicht zuzulassen, dass sich Leute an eurer Schule, an unserer Schule schlecht fühlen, weil sie diskriminiert werden.

Die Kurt-Schwitters-Schule ist Teil diese Netzwerkes von 2.500 Schulen – und das schon seitdem 23. September 2005. Schülerinnen und Schüler setzten sich im Rahmen des Projektes „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ in einem zusätzlich eingerichteten Respektclub vertieft für sexuelle Vielfalt ein. Mit Kunstprojekten und Aktionen wie z.B. einem Queer-History-Month sorgen die Schülerinnen und Schüler für mehr Toleranz an der Schule.

Das gleiche Ziel verfolgt auch der ‚Cross-Dressing-Day‘. Das ist ein Tag, an dem man sich als das andere Geschlecht verkleidet, Frauen und Mädchen malen sich zum Beispiel einen Bart an. Sogar Lehrerinnen und Lehrer haben sich an bisher stattfindenden ‚Cross-Dressing-Days‘ beteiligt. Diese Projekte sollen die Vielfalt und Einzigartigkeit der Menschen zeigen und bewirken, dass sich mehr SchülerInnen wohl fühlen. Menschen wird gezeigt, was es bedeutet, Courage zu zeigen.

Tretet der Welt einfach offen entgegen und beurteilt Menschen nicht nach Dingen wie Herkunft, Religion oder Aussehen und zeigt Courage, wenn ihr Rassismus gegenüber treten müsst!

Text: Jule, Klasse 8.2

Tee! Für! Alle!

Beim letzten Schüler:innenhaushalt wurde unter anderem auch was gewählt? Richtig! Tee!

Und jetzt ist er da und kann sowohl im Schulclub (Haus 1), als auch im Freizeitbereich (Haus 2) getrunken werden. Sorten gibt es so viele wie Packungen, es bleibt abzuwarten, ob der Schokotee sein Versprechen hält.

PS: Es gibt sogar Janosch-Tee!