Die PrevYou kommt zurück!

Am Samstag den 25. April 2020 kommen wir wieder ins Kino Babylon in Berlin! Über ein Jahr nach unserem Debüt im Januar 2019 laden wir wieder zu einem Tag voller jugendlicher, filmerischer Meiterleistungen ein.

Seit gut 2 Jahren organisieren sich unter dem Namen Point of PrevYou filmbegeisterte Schüler/innen, Studienbewerber/innen und Studierende in den Bereichen Regie, Kamera und Produktion und etablieren ein Forum für den jüngsten deutschen Film.

1. PrevYou am 12. Januar 2019

Wir zeigen ausgewählte Schulprojekt-, Bewerbungs- und Studierendenfilme und unterhalten uns mit euch darüber! Ab dem 1. April 2020 könnt ihr dann auch eure selbst produzierten Kurzfilme bei uns einreichen. Es werden Gespräche über den Weg zum Berufsstart und inspirierende Talkrunden über filmrelevante Themen geführt und die Vernetzung der jüngsten Filmmacher gefördert.

Also schaut am 25. April 2020 mal im Kino Babylon vorbei und entdeckt den jungen Film mit uns völlig neu!

Wir freuen uns auf euch,

die PrevYou-Crew 🎬

 

Infos, Karten und Filmeinreichungen:

www.prevyou.de

E-Mail: info@prevyou.de

Instagram: prevyou.de

Zivilcourage in der U-Bahn

Viele Menschen haben sich in der U-Bahn schon einmal oder mehrmals bedroht gefühlt. Aber wie viele denn genau? Im Deutsch-Lehrbuch der 8. Klasse der Kurt-Schwitters-Schule (KSS) ist ein Kreisdiagramm angegeben, nach dem sich 24% der Befragten schon einmal bedroht gefühlt haben. Das ist fast ein Viertel – jede vierte Person also!

Alarmiert durch diese Zahl haben wir zu diesem Thema an unserer Schule eine Umfrage durchgeführt. Das Ergebnis unserer Umfrage war sogar noch dramatischer: 43% der 54 Befragten fühlten sich mindestens schon einmal bedroht. Das ist fast die Hälfte! Laut der gleichen Umfrage waren sogar 32% der Befragten schon einmal Zeuge einer Straftat und 15% wurden selbst schon einmal zum Opfer einer Straftat in der U-Bahn.

Die Ergebnisse der Umfrage sind hochaktuell, da die diese Umfrage im September 2019 an der Kurt-Schwitters-Schule durchgeführt wurde. Laut Kriminalstatistik der Berliner Polizei wurden im Jahr 2016 in der Berliner U-Bahn 16960 Straftaten registriert. Das sind 10,9% mehr als im Vorjahr. Um zu vermeiden, dass so viele Straftaten geschehen, muss man Zivilcourage zeigen.

Doch was ist Zivilcourage eigentlich genau?

Die Bedeutung, die der Duden vorschlägt lautet: ‚Mut im bürgerlichen Leben‘. Das bedeutet in Bezug auf Straftaten in der U-Bahn: Eingreifen! Hilfe holen! – Ohne sich selbst zu gefährden. Die ‚goldenen Regeln der Zivilcourage‘ sollen helfen, damit die Hilfeleistung nicht für dich selbst gefährlich wird.

Die erste Regel lautet: Ich helfe, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen. Man sollte also bei einer Straftat eingreifen, dazu verpflichtet sogar ein Gesetz. Allerdings nur im Rahmen der eigenen Möglichkeiten. Manchmal reicht schon ein beruhigendes Wort, um die Lage zu lockern und zu entschärfen. Ein psychologischer Rat der Polizei besagt: Niemals den Täter duzen!

Die zweite Regel lautet: Ich fordere andere Personen aktiv und direkt zur Mithilfe auf. Durch das Eingreifen zusammen mit einer größeren Personengruppe ist man zum einen selbst besser geschützt und zum anderen können mehrere Personen häufig größere Autorität ausstrahlen.

Die dritte Regel kann eigentlich jeder befolgen, auch wenn man große Angst hat oder aus anderen Gründen nicht eingreifen will oder kann. Sie lautet: Beobachte genau. Präge dir Tätermerkmale ein. Jedes Detail ist wichtig. Für die nächste goldene Regel braucht man nicht mehr als ein Handy. Sie lautet:

Organisiere Hilfe unter Notruf 110. Besonders wichtig dabei ist die Klärung der Fragen: Was ist passiert? Wer sind die beteiligten Personen? Wo ist es passiert? Wann ist es passiert? Die fünfte Regel lautet: Kümmere dich um das Opfer. Wenn jemand verletzt ist, ist erste Hilfe die beste Hilfe. Die letzte Regel ist auch sehr wichtig und einfach zu befolgen: Stelle dich als Zeuge zur Verfügung. Viele Täter kommen ohne Strafe davon, weil sich Zeugen nicht bei der Polizei melden.

Jetzt weißt du was zu tun ist, wenn du eine Straftat beobachtest. Also greife das nächste Mal ein, denn Zivilcourage in der U-Bahn ist wichtig. Wenn einfach ein paar mehr Leute Zivilcourage in der U-Bahn zeigen würden, würde es weniger Straftaten geben und sich viele Menschen wohler fühlen.

Text: Helen (8.2) / Foto: Fabrizio Verrecchia

Warum Menschen die AfD wählen

„Der Einfluss des Islam wird in Deutschland zu stark“, sagen 92 Prozent aller AfD-Wähler*innen. Woher kommt diese Meinung? Gibt es den AfD-Wähler überhaupt? Eine einfache Antwort gibt es auf diese Frage wahrscheinlich nicht.

Schauen wir zuerst auf einige Fakten:

Die AfD ist inzwischen in allen Landtagen vertreten und hat in sechs Landtagen über 15 %  der Zweitstimmen erhalten. Die AfD Wähler*innen haben einen durchschnittliches Bildungsniveau und verdienen überdurchschnittlich viel.

Die Zustimmung ist im Osten fast doppelt so hoch wie im Westen Deutschlands. Auffällig sind dabei die 26 % der männlichen Zweitstimmen für die AfD. Interessant ist auch, dass die Wähler*innen der AfD zu 56 % eine Arbeit haben und nur 22 % arbeitslos sind.

Doch was bewegt diese Menschen?

Experten stellen fest, dass man von zwei unterschiedlichen Ursachen ausgehen kann. Im Osten spricht man hauptsächlich von einer festgesetzten Enttäuschung, die durch die Entscheidungen und Abläufe der Wendezeit geprägt wurde, wie zum Beispiel die End-Industrialisierung des Ostens.

Es kann aber auch der Grund sein, welcher eher den alten Bundesländern zugesprochen wird: Die Angst vor der Zukunft.

Wir leben aktuell in einer Zeit mit vielen Umbrüchen und Veränderungen in der Politik, im Klima und in der Wirtschaft, die durch die Globalisierung, Automatisierung und den Wechsel der führenden Wirtschaftsnationen verstärkt wird.

Wie geht man mit den vielen Veränderungen um und was tut die Politik dafür?

Viele Fragen, worauf die etablierten Parteien vermeintlich keine oder keine überzeugenden Antworten haben.

Dann kommt eine Partei, die die Themen der Unsicherheit anspricht, verstärkt und sich als „alternativ“ darstellt. Und dabei unter anderem die Lösungen an einem ganz einfachen Gegner festmacht – den Flüchtlingen.

Erstaunlich ist, dass es in manchen der Bundesländer gar nicht so viele Flüchtlinge gibt. Trotzdem holt sie die AfD ihre Wähler*innen mit Themen wie Terrorismusbekämpfung, Kriminalitätsbekämpfung und Stopp der Zuwanderung von Flüchtlingen ab.

Wenn die Zukunft ungewiss ist, hält sich der Mensch gerne an Altbewährtem fest. Das unterstreicht auch die Umfrage, in der 94 % der Befragten sagten, dass sie die Sorge haben, dass „sich unser Leben in Deutschland zu stark verändern wird.“

Diese Sorge, gepaart mit der Tatsache, dass 80 % der Befragten kein Vertrauen in unsere Demokratie haben und dem Gefühl der politischen Benachteiligung, bietet der AfD die Möglichkeit als „Retter“ dazustehen.

Ist eine Partei die vom Verfassungsschutz überprüft wird, eine „Alternative“? Behalten wir sie im Auge!

Text: Pavel (9.5) / Foto: Arnaud Jaegers

Autofreie Innenstädte

Eine autofreie Innenstadt oder ein autofreier S-Bahn Ring würden dazu führen, dass weniger Abgase in der Luft liegen, die Einwohner so, unter anderem, weniger erkranken und die Luft deutlich angenehmer werden würde.

Durch autofreie Innenstädte hat man auch Flächen, die früher durch Parkhäuser und Parkflächen besetzt wurden, zur Verfügung. Allerdings argumentieren viele damit, dass es für ältere Menschen/körperlich eingeschränkte Menschen umständlicher sein würde, was natürlich auch stimmt.

Ältere Menschen fahren mittlerweile aber sowieso oft mit dem Fahrrad/E-Bike oder nutzen eher die öffentlichen Verkehrsmittel als mit einem eigenem Auto zu fahren.

Der ganze Lärm und die Abgase welche durch die Autos entstehen, setzen die Einwohner oftmals unter Stress, dies könnte man durch eine autofreie Innenstadt verringern. Für die Wirtschaft hat es allerdings größere Folgen, da sich viel weniger/keine Leute mehr ein Auto kaufen würden.

Text: Philipp (9.6) / Foto: Flo Karr / Quellen: Open Petition